Wie es so läuft

Die Kollegin, die mich noch eingearbeitet hat, bevor sie in einen anderen Stadtteil gewechselt ist, treffe ich hin und wieder. Jedes Mal stellt sie mir die gleiche Frage: und wie läuft es denn jetzt mit Arbeit, Kindern und Haushalt?

Ja also…

…es läuft. wir kriegen es zusammen hin. Nur leiste ich schon deutlich mehr als 100%. Ich gebe einfach alles um irgendwie alles unter einen Hut zu kriegen. Gerade das frühe Aufstehen und das getacktete Kinder fertig machen. Das nie, wirklich nie Zeit bleibt mal in Ruhe aufs Klo zu gehen ist schon echt anstrengend. Wir sind meistens um 7:10 am Kindergarten und um viertel vor 8 bin ich im Büro. Dort angekommen ist alles super. Ich liebe meine Arbeit und würde am liebsten Vollzeit arbeiten, wenn mein Mann dafür den Rest mit Haushalt und Kindern machen würde. Oops. Hab ich das jetzt wirklich geschrieben? Es ist deutlich weniger anstrengend. Denn aus dem Büro raus wird es dann erst herausfordernd. Kinder abholen – mindestens eines hat schlechte Laune wegen irgendwas. Dann die üblichen Termine: Ballett, Garde, Bücherei oder so. Dann zwischendurch noch schnell einkaufen, kochen, Wohnung etwas aufräumen, Abendessen vorbereiten, Spülmaschine ausräumen…nicht zu vergessen: Bücher vorlesen, Streit schlichten, in den Arm nehmen, zuhören, Spiele spielen und am Abend dann Zähne putzen, Kinder fertig machen und den Sohn ins Bett bringen (der akzeptiert momentan nur Mama).

…dann ist da noch die Sache mit dem Anspruch. Anspruch, wie ich es gerne hätte, aber auch Anspruch wie ich mich wohl fühle. Ich kann mich abends einfach nicht auf die Couch legen, wenn die Wohnung nicht aufgeräumt ist. Es muss nicht jeden Tag gesaugt und gewischt werden, aber ich brauche Ordnung. Die Küche wiederum sollte sauber sein, damit mir am nächsten Morgen beim Kaffee kochen nicht direkt die schlechte Laune ins Gesicht springt.

Und dann war da diese eine Nacht, in der mich der Sohn aus unerfindlichen Gründen nicht hat schlafen lassen. Dann die vielen Überstunden der Woche und bämm brech ich zusammen. Wann? Am Freitag Nachmittag. Da kann ich nicht mehr. Ich leg mich ins Bett, mache den Kindern ein Hörspiel an und schlafe einfach ein. Später lese ich im Bett, aber aufstehen geht einfach nicht mehr. Diese Ichzeit fehlt einfach.

Am Samstag wird dann die Wohnung gesaugt, geputzt und 4 Maschinen Wäsche gewaschen. Der Sonntag bleibt zum Erholen, für die Familie, für Ausflüge.
Es geht, aber es ist anstrengend. Schön wären ab und an mal ein freier Nachmittag zum Sport machen, lesen oder um mal aufs Klo zu gehen. Schön wäre auch wenn der Sohn mal alleine spielt. Und ganz besonders schön wäre es, wenn er mal aufhören würde den ganzen Tag zu jammern. Das ist echt nur schwer zu ertragen.

Wofür bin ich dankbar? Dass mein Mann viel hilft, dass er Mittwochs die Kinder holt, dass wir immer mal wieder essen gehen statt kochen, dass wir gesund sind, dass wir uns lieben.

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Jahresrückblick 2017

Hui! Das Jahresende naht und Zeit, dass ich mir ein paar Minuten für den Jahresrückblick nehme. Insgesamt hatte ich aber ein wirklich gutes Jahr. Es gibt spontan nur eine Sache die mir einfällt die richtig, richtig Scheiße war und mich sehr traurig machte.

Ansonsten stehen da so viele schöne Sachen: ein toller Urlaub in Frankreich, viel Gesundheit, Viel Zeit für mich, tolle Freundinnen, viele schöne Stammtische und lustige Unternehmungen wie Saunaabend, Spieleabend oder Klettergartenausflug mit meinen Freundinnen. Leckere Frühstücke hier im neuen Café, die neue Bücherei im Dorf, tolle Spielplatzbesuche, der Sohn hat Fahrradfahren gelernt und die Tochter lernte in Frankreich das schwimmen, der Sohn schaffte die Windel tags wie nachts ab und entwöhnte sich dem Schnuller, insgesamt wird vieles einfacher mit den Kindern, die Ausflüge in den Playmobil Funpark, der kleine Nürnberg-Urlaub, Fahrradtouren, ganz viel Sport, viel Zeit am Abend mit meinem Mann, da die Kinder abends einfach schlafen, der neue Job der richtig Spaß macht und genau zum richtigen Zeitpunkt kam, mein Mann der mir immer den Rücken freihält und mich super unterstützt.

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Das Jahr war schon ziemlich gut für mich. Eine 9!

2. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Das war das erste Jahr meines Lebens, dass ich konsequent und sehr regelmäßig zum Sport bin. Oft 3 mal die Woche. Fast immer mit meiner lieben Freundin. Das waren viele schöne Stunden.

3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer und ich bin richtig happy damit.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Letztes Jahr habe ich meine neue Brille bekommen und seit ein paar Wochen habe ich den Eindruck ich sehe schon wieder schlechter :-/

5. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr, da ich jetzt wieder arbeite.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Ich kann gerade sagen, dass ich meinen Traumjob habe :-).

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Hmm vermutlich ähnlich wie letztes Jahr. Ich kann mich an keine riesen Anschaffung erinnern. Der Urlaub war auch nicht so teuer…

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Hmm spontan fällt mir nichts ein.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr wegen dem vielen Sport und ich war im Frühjahr/Sommer auch regelmäßig joggen.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Insgesamt wird es mit den Kindern besser und ich selbst war weitestgehend gesund. Der Reiz- und Krupphusten vom Sohn war sehr kräfteraubend.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Nächte mit Krupphusten.

12. Der hirnrissigste Plan?
Fällt mir spontan nichts ein…

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Ich habe Kinder und bin immer äußerst vorsichtig 😉

14. Die teuerste Anschaffung?
Der neue Schreibtisch.
Mein Mann möchte erwähnen: Kleinvieh macht auch Mist.

15. Das leckerste Essen?
Oh da fällt mir ganz spontan die komplette Urlaubswoche in Frankreich ein, wo meine Schwester mich sehr sehr gut verköstigt hat.

16. Das beeindruckendste Buch?
Die fremde Königin von Rebecca Gable war toll.

17. Der ergreifendste Film?
Also schon mal nicht der Film von gestern Abend…irgendwie schauen wir aktuell lieber Serien und da fand ich Brothers and sisters super toll und schaue gerade party of five.
Mit dem Mann zusammen fand ich Lilyhammer sehr sehenswert oder Boradchurch und „die Brücke-Transit in den Tod“.

18. Die beste CD?
Feel Erfolg von Culcha Candela

19. Das schönste Konzert?
Culcha Candela in einem Zirkuszelt. Das war toll.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Meiner Familie.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit meiner Familie und meinen Muddis hier aus dem Dorf. So viele tolle Erinnerungen ❤

22. Zum ersten Mal getan?
Konsequent Sport gemacht.

Meinem Kind schwimmen beigebracht.

23. Nach langer Zeit wieder getan?

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Etwas schreckliches in meiner Familie.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das wir das Büro aufgelöst und in ein zweites Kinderzimmer verwandelt haben.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Polizeitstation? 😉

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe endlich ein tolles Objektiv.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Je t’aime aussi.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Je t’aime.

30. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

https://glueckskindl.wordpress.com/2016/12/31/jahresrueckblick-2016/

Und was ist mit den Vorsätzen für das neue Jahr?

Ja, die habe ich.

Ich möchte gelassener werden was die Erziehung der Kinder (oder besser gesagt des Sohnes) betrifft. Nicht mehr so an die Decke gehen, wenn er mich provoziert. Das führt irgendwie ja doch zu nichts und ich fände es schön, wenn ich da immer ruhig reagieren könnte.

Wir werden im April einen großen Familienurlaub auf Mallorca verbringen.

Die Probezeit auf Arbeit bestehen und dort weiter gut klar kommen.

Sparen.

Trotz Arbeit weiter Sport machen.

Gesunde Ernährung weiter durchziehen. Das ließ im Dezember etwas zu wünschen übrig.

zurück im Job

Mitte September habe ich den letzten Blogeintrag geschrieben. Seitdem hat sich hier so wahnsinnig viel getan. Ich habe das Gefühl es hat ein ganzer Zeitsprung stattgefunden und ich kann mich kaum mehr an die Zeit vorher erinnern. Es ist einfach das Leben nach dem Wiedereinstieg in den Job. Ich hatte Glück meine Traumstelle zu bekommen. Dort war ich bereits vor 10 Jahren schon Praktikantin und es wurde eine Stelle frei. Der einzige Haken an der Sache war, dass es 30 Wochenstunden sind. Eigentlich war es mal eine Ganztagsstelle und weniger konnte man mir leider nicht anbieten. Ich habe mir den Kopf ganz schrecklich zerbrochen wie ich das schaffen soll. Wobei ich nicht ganz richtig ist. Wir. Mein Mann und ich. Denn ohne seine Bereitschaft die Kinder an einem Tag in der Woche abzuholen wäre es nicht möglich. Zum Notfall kann ich auch auf meine Familie und meine Freundinnen zurückgreifen. Aber eben nicht als regelmäßiges Modell. Da blicke ich tatsächlich immer mal wieder neidvoll zu anderen jungen Müttern, wo die Großeltern mindestens zwei Tage die Woche die Kinder betreuen. Aber das lässt die Entfernung hier leider leider nicht zu. Aber wir schaffen es. Und ich habe schon einige Überstunden angesammelt und habe schon die ein oder andere Woche „voll“ gearbeitet. Denn die Zeit vergeht wie im Flug, es macht mir so wahnsinnig viel Spaß und es ist einfach genau mein Ding. Manchmal fällt es mir schon schwer nach Hause zu fahren. Der aktuelle Plan sieht vor, dass ich Montag die Kinder um vier hole und sonst gegen 2. Mein Mann holt Mittwochs gegen 4 ab und ich kann an dem Tag lange arbeiten. Das brauch ich auch inhaltlich, da ich einige Abendtermine anbieten muss und komme meist gegen 7 heim. Und ja, für mich ist der Mittwoch momentan der schönste Tag. Es ist toll sich ganz auf die Arbeit zu konzentrieren und sich nicht zerreißen zu müssen. Ich weiß, dass mein Mann alles im Griff hat und das ist gut. Die Wochenenden genieße ich umso mehr, genau so die freie Zeit ohne Termine mit meinen Kindern. Ich lese mit einem ganz anderen Gefühl wieder Bücher vor. Es tut mir sehr sehr gut.

Und die Kinder? Denen geht es gut. Der Kleine hat mit dem frühen Aufstehen noch etwas zu kämpfen, und ist momentan in der „ich bin faul und müde und will nicht laufen Phase“ das ist teilweise sehr anstrengend. Aber er ist auch so verkuschelt und süß. Die Windel hat er nun auch schon einige Wochen nachts weg und das hat echt super geklappt. Großer Junge!

Die Große hat gefühlt gar nicht damit zu kämpfen, dass Mama wieder arbeitet. Sie liebt es Vorschulkind zu sein und ist eh am liebsten ganz lange im Kindergarten. Am besten geht es danach noch zu einer Freundin. Am Wochenende hat sie ihre erste Ballettaufführung und ist ganz arg aufgeregt. Sie hat plötzlich angefangen Wörter zu lesen die aus Großbuchstaben bestehen. Da sie insgesamt sehr ehrgeizig ist, versucht sie es nun auch mit Kleinbuchstaben und liest mit mir zusammen eine Seite im Leselernbuch. Das ist toll!

Und der Haushalt? Der bleibt liegen. Haha. Hatte jetzt die ersten 6 Wochen alles gut im Griff. Aber nun war ich letztes Wochenende nicht da und konnte nichts sauber machen. Gestern kam ich erst um sieben heim und heute morgen war es wichtiger mit den Kindern ein Buch zu lesen als eine Runde aufzuräumen. Dafür hat mich auch gerad der Schlag getroffen als ich heimkam. Aber da hatte ich spontan Lust mir einen Kaffee zu kochen und mal was zu bloggen. Die Kinder sind gerade bei Freunden. Aber eigentlich müsste ich jetzt auch mal die Weihnachtsgeschenke nähen…mal schauen was ich gleich mache. Auf jeden Fall geht es uns gut und ich bin sehr gut wieder im Berufsleben angekommen.

Von Schnuller, Windeln, Radfahren, Ballett und Vorschulkind

Ich habe den Eindruck, dass die Kinder momentan beide einen Entwicklungsschritt nach dem anderen machen. Ich könnte ja fast mal eine Pause gebrauchen. Die werden echt ganz schön groß!

Lixi hat vor seinem dritten Geburtstag tagsüber die Windel abgeschafft und hat das echt ganz prima gemacht mit nur wenigen nassen Hosen. Er möchte das nun auch gerne nachts und das werde ich dann demnächst auch angehen. Dann meinte er ja vor dem Urlaub noch Fahrrad fahren lernen zu müssen und düst mittlerweile ganz selbstständig mit dem Rad seiner Schwester herum. Somit hat er das größere Laufrad komplett ausgelassen und ist vom „Puky Laufrad LR M“ direkt auf das Woom 2 umgestiegen. Wir sind restlos überzeugt vom genialen Woom und werden jetzt zeitnah für die Große das Woom 4 kaufen. Auch wenn sie teurer sind, sie sind jeden Cent wert. Ja und dann ist da noch die Sache mit dem Schnuller. Lixi war schon immer sehr vernarrt in dieses Ding und letzten Frühling habe ich ihm glaube ich tagsüber den Schnuller abgewöhnt. Ich wollte einfach, dass er vernünftig sprechen lernt. Nun haben wir aber sehr lange und anhaltend jeden Nachmittag schon Diskussionen ohne Ende gehabt, wann er denn jetzt den Schnuller bekommt. Er sei ja schon soooo müüüüüde. Nicht selten hätte ich das Ding am liebsten sofort weggenommen. Als dann auch der Arzt sagte, er solle wegen der Zähne möglichst bald ohne Schnuller sein, setzten wir uns dann zum Ziel, dass er nach dem Urlaub wegkommt. Das hat er schon wochenlang gesagt bekommen und nach dem Urlaub hat er sogar selber gesagt „morgen kommt er weg. Heute brauche ich ihn noch“. Mein Mann und ich haben diverse Überlegungen durchgesprochen, wie man das jetzt so machen könnte. Ganz rabiat einfach weg, das Märchen von der Schnullerfee, Bestechung oder einem Baby schenken ist uns da so eingefallen. Und dann haben wir uns aus einer Kombination der letzeren beiden entschieden. Er durfte alle Schnuller in einen Briefumschlag stecken und diese zu einem Baby im Freundeskreis schicken. Wenn er den Umschlag in den Briefkasten geworfen hat, darf er sich etwas im Spielzeuggeschäft aussuchen. Und er hat es freudestrahlend gemacht und sich etwas ganz tolles von Playmobil ausgesucht. Ich hatte schon Bauchweh, wenn ich an den Abend dachte. Und tatsächlich nach dem Sandmännchen kamen bittere Tränen. Er rief ganz wehmütig nach seinem Schnuller. Aber da war es auch für uns Eltern gut, dass sie einfach nicht mehr da waren. Wir legten uns beide mit ihm ins Elternbett. Er bekam beide Hände und ganz viel Trost. Zwei Abende lang. Am dritten und vierten Abend jammerte er noch ganz kurz. Aber ließ sich mit viel kuscheln und reden gut ablenken. Gestern schlief er sogar ganz glücklich ein. Ja wieder ein Schritt geschafft :-). IMG_20170909_153638195_BURST000_COVER_TOP

Und Rumpelina? Sie ist seit gestern ein Vorschulkind und war mächtig stolz darauf. Ich kann gar nicht glauben, dass sie nächstes Jahr eingeschult wird. Im Urlaub lernte sie die ersten freien Schwimmzüge, was auch echt ein riesen Schritt ist. Sie kann jetzt Inliner fahren und ist am Wochenende das erste Mal im Restaurant alleine auf Toilette gegangen. Was ich übrigens besonders cool finde! Seit April tanzt sie auf eigenen Wunsch Ballett und ist mit ganz viel Herzblut bei der Sache. Die Lehrerin sprach mich vor den Ferien an, dass sie sie gerne in eine größere Gruppe stecken möchte, da sie sehr talentiert sei. Gestern war es dann soweit: sie hatte die erste Stunde bei den größeren Mädchen. Ich war ganz schön erstaunt, als ich dann sah, wie groß die sind. Das waren frischgebackene Drittklässlerinnen und sie haben sich so über meine Tochter gefreut und sie sofort an die Hand genommen. Das Strahlen in ihren Augen beim Abholen war echt unübersehbar. Na da bin ich aber gespannt, was sie jetzt alles lernt ;-).

Nun darf es aber gerne etwas ruhiger werden. Ich freue mich jetzt auf den Herbst mit all seinen Gemütlichkeiten.

Wunderschöne Provence – 2017

Wir hatten einen wunderschönen Urlaub in Südfrankreich bei meiner Schwester. Wie schon vor zwei Jahren sind wir knapp 9 Tage dort geblieben und hatten das Paradies auf Erden. Denn meine Schwester ist mittlerweile in ein Haus mit eigenem Pool gezogen. Das Wetter war für uns auch ideal, denn es gab keine große Hitzewelle und bei ca. 25 Grad konnten wir auch noch genug Ausflüge machen ohne zu zerfließen. Und was haben wir für schöne Touren unternommen. Ein Highlight war der Besuch einer Insel vor Marseille. Schon immer wollte ich die Gefängnisinsel aus der Geschichte „der Graf von Monte Christo“ besuchen. Leider war es zu windig um dort anzulegen, aber wir hatten beste Sicht auf die Insel und kletterten und wanderten auf der benachbarten Insel herum. Den Sohn packten wir beim Papa in die Kraxe und die Tochter ist immer weit vor uns gelaufen und hatte wahnsinnig gute Laune. Wir haben so viele spannende Sachen entdeckt und sind teilweise sehr steinige Hänge hochgeklettert. Schließlich erreichten wir eine Bucht und sind dort eine kleine Runde geschwommen. Hach was war das schön! Ein richtiges Abenteuer.

Beeindruckend war auch der Ausflug mit meiner Schwester und ihrer Familie zu den Gorges du Verdon. Das ist ein See in einem Bergtal und rundherum Berge und atemberaubende Natur. Wir mieteten uns ein Elektroboot und sind 4 Stunden durch den See, der immer enger wurde gefahren. Das erdet unheimlich.

IMG_4918Außerdem waren wir natürlich auch am Meer, in einem Bergdorf und haben ganz viel Zeit im Pool verbracht. Denn meine Große wollte unbedingt schwimmen lernen. Wir nutzen die Schwimmscheiben und starteten mit 2 Scheiben in den Urlaub. Zwei Tage vor Abreise reduzierten wir auf je eine Scheibe pro Arm und sie übte wirklich hartnäckig von einer Poolseite zur anderen zu schwimmen. Ehrgeizig ist sie ja! Und tatsächlich am letzten Tag probierten wir es ganz ohne und sie schafft es ohne Hilfe die andere Poolseite zu erreichen. Das sind für sie vielleicht so 8 oder 10 kleine Schwimmbewegungen, aber es klappt. Ihre Augen platzten vor Stolz – zu recht. Und auch ich bin richtig stolz auf mein großes  Mädchen! Nun müssen wir wohl ganz oft ins Schwimmbad um da weiter am Ball zu bleiben.

IMG_20170905_110942048_BURST000_COVER_TOPUrlaub bei der Familie zu machen war herrlich. Meine Schwester und ich verstehen uns sehr gut und ich wurde JEDEN Abend mit leckeren vegetarischen Gerichten bekocht. Der Wahnsinn! Jeden Abend spielten wir Erwachsene ein Gesellschaftsspiel, was ich einfach total liebe und mich freue, wenn das jemand mit mir macht. Die Kinder waren sehr glücklich ihren Cousin um sich zu haben und es war schön sie so lange am Stück spielen zu sehen. Mittlerweile spielen sie richtige Rollenspiele und verstehen sich die meiste Zeit sehr gut.

Ein unvergessener Urlaub in der wunderschönen Provence. Nur die Rückfahrt war mit 18 Stunden etwas lang. Wir planten zunächst in Freiburg zu übernachten. Aber da hatten wir so schlechtes Wetter, dass wir dann doch noch weitergefahren sind. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Besuch.

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Update

Zeit für ein kleines Update. Die Zeit verfliegt ja nur. Wir haben schon Mitte August und am Freitag starten auch hier endlich die Sommerferien. Immer wieder lustig zu lesen, dass andere heute schon ihren ersten Schultag haben und es bei uns erst losgeht. Aber ich finde es toll im September Ferien zu haben, denn wir werden meine Schwester und ihre Familie in Südfrankreich besuchen und dann ist es dort nicht mehr ganz so heiß und überlaufen. Ich freue mich auf jeden Fall auf ein paar schöne Familientage. Vorher werde ich eine Woche mit meinen beiden hier verbringen und plane schon ein paar Ausflüge.

Aber was ist bei uns so los gewesen? Der kleine Sohn ist 3 geworden und jetzt richtig groß. Also sooo groß – sagt er und zeigt mit seinen Armen so hoch er kann. Das ist sehr niedlich. Er ist jetzt tagsüber komplett ohne Windel und das klappt sehr gut. Seit ca. 3 Wochen ist er nun in die Kindergartengruppe seiner Schwester gewechselt und es gefällt ihm dort richtig gut. Voller stolz ist er mit seinem Rucksack am Waldtag ganz vorne mit marschiert und es machte ihm nichts aus, dass es ein paar Kilometer waren die er zu bewältigen hatte. Anfangs hängte er sich noch sehr an seine Schwester. Aber irgendwann hat sie ihm ganz deutlich gesagt, dass sie auch mit ihren Freundinnen alleine spielen möchte. Das gab wohl dicke Tränen aber er hat das weggesteckt und hat sich jetzt etwas an die großen Vorschuljungs herangewagt. Beim abholen sind die beiden jetzt schon meistens in ganz verschiedenen Ecken. Das machen beide so gut! Nur dass er seine beiden besten Krippenfreunde nicht mehr sieht ist schon hart für ihn. Dafür haben wir sie zu uns in den Garten eingeladen und das war ein sehr schöner Nachmittag. Ich hoffe er findet bald neue Freunde.

Da der Wickeltisch nun endlich nach 5 Jahren aus dem Zimmer konnte, habe ich mit den Kindern letzten Freitag ganz spontan einen Ausflug zum Möbelschweden gemacht und einen großen Schreibtisch gekauft. Also den Phal in der längeren Variante. Mir war es wichtig, dass beide nebeneinander sitzen und dort basteln und malen können. Und dort sitzen sie auch sehr gerne und es war echt an der Zeit den Kleinkindtisch auszuwechseln. Vorübergehend haben sie alte Bürostühle von uns bekommen. Aber spätestens zum Schuleintritt werden wir da über was anderes nachdenken.

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Die größte Sensation ist aber, dass Lixi nun einfach Fahrrad fahren gelernt hat. So ein verrückter kleiner Chaot. Setzt sich drauf und kann es fast sofort. Bei Oma und Opa ist er die Straße hinuntergesaust. Das ist so einmalig, wenn sein Kind Fahrrad fahren lernt. Mamastolz und so <3. am nächsten Tag wollte er dann direkt zur Skaterbahn fahren und ist dort doch allen ernstes das kleinste Hindernis hoch und wieder herunter gefahren. Da scheinen wohl Skatergene zu schlummern. Ich bin gespannt, wo das noch hinführen wird. Der ist doch letzten Monat erst drei geworden! Außerdem ist das ja das Rad seiner Schwester…da brauch sie wohl mal ein größeres.

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Bei meiner Großen sind ganz viele Themen gerade interessant: Uhr lernen, Buchstaben, Rechnen, Inliner fahren, Jahreszahlen und vieles mehr. Man merkt, dass sie bald ein Vorschulkind wird und darauf freut sie sich so sehr! Außerdem liebt sie das Tanzen. Sie geht seit ein paar Monaten zum Ballett und darf nun wohl schon in eine Gruppe mit Größeren Kindern wechseln, weil sie sich schon langweilt. Aber sie hat auch eine Ausdauer und übt jeden Abend bestimmte Stellungen und verschiedene Bodenturnelemente. Also von mir hat sie das nicht ;-).

Gestern haben ich fast 30 Grillgäste im Garten gehabt. Einfach so, weil Feiertag war und ich das Leben mit meinen Freunden genießen wollte. Da kam ein mega Unwetter mit riesigen Hagelkörnern. Aber zum Glück ist nichts wichtiges kaputt gegangen, allen ging es gut und wir konnten wenig später bei Sonnenschein weiter feiern.

Ja uns geht es gerade ziemlich gut und wenn ich nun noch bald eine neue Arbeitsstelle finde wäre alles perfekt. Eine kleine Anekdote lasse ich Euch noch da:

Am Abendbrottisch bei meinen Eltern fragt Lixi ganz plötzlich: „Warum haben Oma und Opa eigentlich kein Kind?!“

Ach, ich liebe es Mama zu sein und auch wenn es manchmal echt anstrengend ist, es ist so einzigartig toll für die zwei Wesen so viel zu sein.

Geflüster

Morgens um 5.45 Uhr.

„Bruder, bist du schon wach?!“

„Jaa.“

„Heute ist dein Geburtstag!“

„Heute ist mein Geburtstag?!“

„Jaa!“

„Sind meine Geschenke schon da?“

„Ja. Die stehen in der Küche!“

beide Kinder krabbeln um 5.45 Uhr aus ihrem Bett. „Haaalt!“ konnte ich noch rufen. „Ihr müsst doch warten bis Mama und Papa wach sind„.

Okay. Wir gehen so lange ins Wohnzimmer und wecken noch den Papa…Oh kleiner Bruder, schau mal du bist jetzt richtig groß geworden. Du reichst mir jetzt bis zur Schulter!