Zu Hause ist es doch am schönsten

Wir sind wieder zurück von einem sehr durchwachsenen Italien Urlaub. Als wir den Urlaub im Januar gebucht haben, stellte ich mir vor, wie wir die Tage am See und am Pool verbringen werden. Vielleicht noch ein paar kleinere Ausflüge in die Umgebung. Wir kauften für alle Familenmitglieder Wasserschuhe, denn am See liegt Kies statt Sand. Wir haben uns ein Mobilheim auf einem Campingplatz gebucht. Ich sah schon die Wettervorhersagen, packte vorsichtshalber mal Regensachen ein und hoffte, dass es doch besser wird. Wir starteten hoch motiviert morgens um 4 Uhr gen Süden und ich fuhr bis Innsbruck durch wo wir erstmal lecker frühstückten. Das machten wir bereits vor 3 Jahren so und hat sich sehr bewährt. So schlafen die Kinder im Auto weiter und man ist um 9 Uhr im wunderschönen Innsbruck. Das Wetter auf der Autobahn war sehr regnerisch und wir freuten uns, dass wir in Italien mit Sonnenschein und 27 Grad begrüßt wurden. Wir bezogen mittags unseren Container, wie mein Mann ihn liebevoll nannte. Es waren knapp 35qm². Aber immerhin hatten wir 2 Badezimmer. Ein Luxus, den ich zu Hause echt vermisse! Toll war auch die überdachte Veranda. So konnten wir auch mal bei Regen draußen sitzen. Den ersten Tag verbrachten wir am Pool und spazierten mal zum See, gingen einkaufen und packten aus. Ein sehr schöner erster Tag neigte sich dem Ende. Am Abend kam dann der große Regen. Es schüttete, man könnte auch Starkregen dazu sagen und was soll ich sagen? Er hörte eigentlich nicht wirklich auf. Er wurde mal weniger und kurz kam auch mal die Sonne heraus. Aber den ganzen nächsten Tag verbrachten wir etwas missmutig im Container. In einer Regenpause zog ich mit den Kindern los zum Pfützen hüpfen und Steine in den See werfen. Das war lustig und hat uns viel Spaß gemacht. Unterwegs wurden wir angesprochen, dass wir ja eigentlich Nordseekluft anhätten. Stimmt. Dann gingen wir noch ein leckeres Eis essen und die Kinder waren versöhnt. Wir beobachteten noch eine sehr niedliche Entenfamilie.

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Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Wir schliefen aus und ich bekam bereits im Bett schlechte Laune. Dann nahm etwas frustriert mein Handy zur Hand und schaute, wo heute das Wetter schöner war. Ich gab immer weiter entfernte Orte ein und landete schließlich bei Venedig. Das war aber eine ganz schön weite Reise für einen Tagesausflug mit Kindern und ob die das überhaupt mitmachen? Wir hatten unsere Zweifel, entschieden uns aber spontan dafür und packten und sofort ins Auto. Nach 2.5 Stunden kamen wir an und was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung überhautp. Wir verbrachten einen wunderschönen Urlausbtag bei schönstem Wetter. Es war auch nicht zu heiß und an einem Montag ist Venedig auch nicht überlaufen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den vielen Gässchen und Kanälen. Der Sohn entdeckte ein Boot nach dem anderen und war so glücklich, er jagte Tauben und wir waren so herrlich entspannt wir konnten es selber nicht glauben. Aber hier lasse ich gerne mal die Fotos sprechen:

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Hach. Ich schwelge immer noch! Interessanterweise haben beide Kinder keine Minute von der insgesamt 5 Stündigen Autofahrt geschlafen und waren sehr ausgeglichen und gut gelaunt. Manchmal muss man eben spontan sein!

Wieder zurück war es eiskalt im Container. Alles war klamm und wir froren ohne Heizung. Das Wetter besserte sich minimal. Wir konnten immerhin am Vormittag in den beheizten Pool und der Sohn entpuppte sich als wahre Wasserratte. Er springt ohne Auffangen immer wieder in den Pool. Schwimmt alleine durchs Becken und juchzt ohne Ende. Das war extrem niedlich zu beobachten. Eine kurze Stadtbesichtigung fiel wieder ins Wasser und so haben wir immerhin noch ein leckeres Eis gegessen. Allerdings war mir plötzlich schlecht und die Große hat sich zeitgleich einmal etwas übergeben. Frierend saßen wir am Abend wieder im Container und wir überlegten ernsthaft einfach heim zu fahren. Das war so deprimierend. Immerhin war es kein Magen Darm und uns ging es am nächsten Tag wieder gut. Ich vermute ich hatte zu viel leckeren Kaffee. Die Sonne kam auch hervor und die Kids sind mit ihren Fahrzeugen den Campingplatz auch und ab gefahren. Das haben sie in jeder Regenpause gemacht und wir konnten auch mal ein Buch lesen. Das war schön. dann ging es nochmal in den Pool und wir „wanderten“ noch zu einer Burg. Die Große war sehr fasziniert davon und flüsterte mir auf dem Rückweg ins Ohr: „ich habe mich wie eine richtige Prinzessin gefühlt“. Ah wie niedlich! Am Nachmittag dann das alt bekannte Regenprogramm und am Abend das große Frieren. Ich war echt langsam frustriert. Donnerstag starteten wir direkt morgens nach Trient und haben uns das Städtchen angesehen und zu Mittag gegessen. Am Campingplatz hielten wir alle etwa Siesta und sprangen noch eine Runde in den Pool. Zum Glück war der beheizt, sonst wären wir die Woche wohl nur einmal schwimmen gewesen. Denn immer wenn wir aus dem Wasser kamen mussten wir direkt heiß duschen weil es echt kalt war. Wir haben auch meistens langärmlige Sachen getragen. Aber wir waren ja schon froh, wenn es trocken blieb. Am frühen Abend waren wir nicht mehr allzu motiviert eine weitere Nacht frierend dort zu verbringen und entschieden kurzerhand das wir genug Urlaub hatten und sehnten uns nach unseren warmen, kuscheligen Betten zu Hause. Die Große war etwas traurig über unsere Spontanität aber wir packten schnell alles ein und fuhren nach Hause. Die Männer bekamen nämlich schon eine Erkältung und ich hoffte auch, dass wir das so noch abwenden können. Am Samstag hat mein Mann auch Geburtstag und wir wollen den nicht unbedingt auf der Rückreise verbringen. Schade fand ich auch, dass so wenig Kinder da waren und die Große keine Bekanntschaften schließen konnte. Aber insgesamt war es schon ein schöner Urlaub. Auch wenn wir für uns beschlossen haben, dass wir keine Camper werden ;-). Die Heimreise verlief unspektakulär und gegen 1 Uhr Nachts haben wir die schlafenden Kinder ins Bett getragen. Zu Hause ist es doch am schönsten 🙂

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Sehr schön war die Landschaft auf jeden Fall am Lago die Caldonazzo:

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Zum Abschluss das Symbolfoto unseres Urlaubs:

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