Küsschen

Ach dieses 1 sein ist nicht so einfach für den kleinen Sohn. Er hat innerhalb von zwei Wochen gleich seine ersten sechs Zähne bekommen und sein Zahnfleisch ist weiterhin geschwollen und da wollen noch mehr durch. Das muss er ja erstmal verstehen, wieso er da ständig Schmerzen hat. Deshalb findet er abends gerade nur schwer in den Schlaf und muss insgesamt leider sehr viel weinen.

Hinzu kommt sein eigener Wille. Den hat er nun entdeckt und er klettert überall hinauf ohne Gefahren richtig einschätzen zu können. Er hat sogar schon verstanden Kisten aus dem Regal zu ziehen und irgendwohin zu schieben, die er dann als Trittbrett verwenden kann. Er liebt Stecker und Steckdosen. Er räumt immer wieder das Bücherregal und die Schubladen aus. Immer wieder hört das das böse Wörtchen nein. Und das frustriert ihn. Manchmal setzt er sich dann ganz schluchzend hin und legt seinen Kopf auf den Boden ab. Armes Kerlchen.

Am liebsten möchte er gerade pausenlos neben Mama oder Papa sein. Noch besser, wir schauen die ganze Zeit Bücher mit ihm an oder spielen mit ihm. Alleine beschäftigen funktioniert nur, wenn er Blödsinn macht.

Vorhin haben wir dann aber festgestellt, dass er plötzlich nicken und den Kopf schütteln kann. Nicht immer richtig angewendet, aber er versucht auf eine Frage damit zu antworten. Oft antwortet er auch zeitgleich mit „Jaaa“. Zum Beispiel fragte ich vorhin, ob er auch aufs Bett möchte. Dann merkt man richtig, wie er angestrengt nachdenkt und versucht seinen Kopf zu bewegen. Umso größer ist seine Freude, wenn er dann auch hoch genommen wird.

Auf dem Bett kuschelte er dann mit uns und dann fragte ich ihn „bekommt die Mama ein Küsschen?“ und er grinste mich an, nickte und kam mit seinem Gesicht ganz nah zu mir und ließ sich küssen. Mei, ist das niedlich.

Solche Situationen wiegen sofort alles anstrengende wieder auf. Er braucht eben Zähne und einen eigenen Willen. dennoch hoffe ich bald auf eine Zahnpause und etwas ruhigere Abende.

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Ein Gedanke zu “Küsschen

  1. Ach. Ohne den eigenen Willen wäre das Leben mit Kinder um so vieles leichter. Haha. 😉
    Warum lässt du ihn nicht räumen? Ist das absichtliche „Zerstöreren und unordentlich machen?“ oder eher ein interessiertes Forschen und Entdecken neuer Fähigkeiten? Ich habe die Prinzessin eigentlich immer die Bücherregale ausräumen und sie auch darin blättern lassen. Die teuren und nicht so kindertauglichen kamen dann eben oben hin. Abends habe ich tagtäglich alles immer wieder eingeräumt und irgendwann war diese Phase dann einfach vorbei. Aktuell ist unser Wohnzimmer sehr kleinkindsicher, würde ich behaupten (alles Schränke und Türen, nur zwei kleinere offenes Bücher und ein CD/DVD-Regal. Ich werde aber berichten, wenn er größer ist. Aktuell räumt er nur immer die untere Ablage unterm Couchtisch leer. Da liegen haufenweise Zeitungen und ein bisschen Krusch und da bin ich ja selbst schuld, dass das da herum liegt. 😉
    Das mit dem Klettern ist schon schwieriger, denn du willst ja nicht dass er sich den Hald bricht. Da muss er seine körperlichen Fähigkeiten wohl erst noch einschätzen lernen.
    Ich wünsche dir starke Nerven für die nächste Zeit und bald wieder einen ausgeglicheren Sohn. Kann mich erinnern, dass die Große kurz nach dem ersten Geburtstag auch eine sehr anstrengende Phase hatte. Da war sogar plötzlich das Abgeben bei der Tagesmutter schwierig (und ich war nervlich so erleichtert, sie die paar Stunden abgeben zu können). Vorher ging es ohne Probleme.

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