Schwarzwald Urlaub

 

 

Im Vorfeld haben wir lange überlegt, was wir dieses Jahr für einen kleinen Urlaub machen. sogar, ob wir überhaupt fahren. Das war aber eher mein Standpunkt, denn das ganze packen und die Autofahrt im Vorfeld verlangt mir immer recht viel ab. Aber mein Mann wollte unbedingt einen Tapetenwechsel und so diskutierten wir nochmal diverse Urlaubsziele durch. Eigentlich wollte ich so gerne nach Texel fahren. Aber die weite Fahrt für nur 7 Urlaubstage lohnte sich nicht. Dazu kommt das unbeständige Wetter an der Nordsee. Außerdem fahren wir im September ja noch nach Frankreich und zwei große Urlaube in einem Jahr sind auch nicht gerade günstig. Schließlich schauten wir uns auf der Karte an, was denn so im 2,5 Stunden Umkreis liegt und wo wir noch nicht waren. Und tatsächlich: der Schwarzwald. Ich war erstaunt, dass das doch so nah ist. Da ich noch nie im Schwarzwald war, ist die Entscheidung dann gefallen. Ich suchte nach Bauernhöfen, da ich erfahren habe, dass sie erstens günstig sind und zweitens für Familien einfach eine unheimlich gute Infrastruktur mitbringen.

So fuhren wir letzten Samstag bei unheimlicher Hitze über 32° Richtung Schwarzwald. Aber im klimatisierten Auto bringt man die Hitze eigentlich am besten rum. Unser Bauernhof war dann auch recht schön. Es gab Ziegen, Hasen, ein Pferd und ein Ponny sowie zwei Minischweine. Die Ziegen konnten wir direkt von unserer Terrasse beobachten und der Sohn sass den halben Urlaub da und zeigte auf die Ziegen und war ziemlich glücklich. Außerdem gab es noch einen großen Sandkasten, eine Schaukel, ein Spielhäuschen, ein Trampolin und ganz viele Fahrzeuge. Am ersten Abend fuhren wir ins nächstgelegene Städtchen Freudenstadt um erstmal einzukaufen. Anschließend erkundeten wir die Stadt, haben lecker gegessen und ließen den Abend bis fast 22.00 Uhr an einem wunderschönen, begehbaren Springbrunnen ausklingen. Der Abend hat sofort Urlaubsstimmung aufkommen lassen und es war so schön, mein Große beim Brunnen zu beobachten. Erst ganz vorsichtig und später übermütig und pitschnass sprang sie durch die Fontänen. So einen Brunnen hätte ich auch gerne bei uns. Ich ließ es mir nicht nehmen zusammen mit ihr durchs Wasser zu tanzen. Wunderschön war das! Hach.

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Die erste Nacht schliefen wir alle erst gegen Mitternacht zusammen im großen Bett ein. Am nächsten Morgen konnten wir draußen frühstücken und packten dann unsere Sachen um mit dem Bollerwagen Richtung Freibad aufzubrechen. Das war ein schöner, relativ entspannter Tag im angenehm, kühlen Nass. Rechtzeitig, bevor es anfing zu regnen, erreichten wir wieder unsere Unterkunft. Der Montag war leider ziemlich kalt und nass. Wir fuhren also in eine Glashütte und schauten uns eine ziemlich langweilige Führung einer Glasbläserei an. Dann hatten wir mit dem Wetter doch noch Glück und erkundeten Wolfach und haben noch schnell was gegessen. Dienstag war es zwar trocken, aber nur 14 Grad, mit Jacken machten wir uns auf den Weg in ein Freilichtmuseum und schauten uns alte Schwarzwaldhäuser an. Das war eigentlich ganz interessant. Schön auch zu sehen, dass die Große das alles ganz spannend fand. Die weiten Strecken dort legte sie prima mit ihrem Laufrad zurück. Da direkt nebenan noch eine Sommerrodelbahn war durfte sie danach noch einmal mit Mama und einmal mit Papa runterfahren.

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Am Mittwoch hatte ich Geburtstag und ich habe mir gewünscht einen Tagesausflug nach Freiburg zu machen. Die Fahrt dauerte zwar 70 Minuten aber wir sind es ja gewöhnt lange im Auto zu sitzen. Und eigentlich ist es auch egal, ob man 50 oder 70 Minuten fährt. Das Wetter wurde wieder besser und wir konnten immerhin im T-Shirt umherlaufen. Freiburg ist wunderschön! Wir sind insgesamt 15 Kilometer gelaufen und mein Mann hat die ganze Zeit den Bollerwagen mit beiden Kids drinnen gezogen. Zwischendurch gab es sehr leckeres Essen beim Mexikaner und ich entdeckte ganz viele Stoffgeschäfte und wurde natürlich am Ende doch noch schwach. Wir fuhren mit einer kleinen Bahn den Schloßberg hoch, genossen die Aussicht und liefen den Berg wieder herunter. Am Nachmittag traf ich noch eine liebe Internetfreundin auf einen Eisbecher und sie zeigte uns noch ein paar wunderschöne Ecken der Stadt. Am Ende war ich zwar fix und foxy, aber es war ein sehr schöner Geburtstag.

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Donnerstag ließen wir es dafür erstmal ruhig angehen. Es war plötzlich wieder heiß geworden und ich stellte den Kindern eine Wanne voll Wasser zum spielen hin. So konnte ich mein Buch lesen. Insgesamt habe ich auch tatsächlich 2,5 Bücher geschafft. Jeah. Parrallell genoss ich die Aussicht von unserer Terrasse. Wenn die Sonne scheint, ist der Schwarzwald ganz hübsch. Aber das verhangene Wetter machte mir dann doch etwas zu schaffen. Wo du hinschaust sind nur Bäume und es ist alles sehr beengend. Ich lebe nicht gerne in einem Tal. Mir fehlte die Weite und den Tag in Freiburg genoss ich auch sehr, weil ich endlich wieder mehr Freiraum hatte. Muss man jetzt nicht verstehen ;-).  Am Nachmittag zog es uns doch nochmal nach Freudenstadt, da es dort einen sehr schönen Spielplatz gab. Der Kleine schaukelte sehr glücklich und die Große matschte auf dem Spielplatz umher. Dann noch ein leckeres Abendessen und der Tag war auch wieder gut rum gebracht.

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Am Freitag wurde es wieder regnerisch und bei uns war die Luft ziemlich raus. Wir hatten alles in der Umgebung angeschaut und keine Motivation mehr noch ewig weit zu fahren. Als wir im Nachbarort dann bei einem leckeren Kaffee saßen, beschlossen wir also kurzerhand, einfach einen Tag früher abzureisen. Naja eigentlich ja nur am Vorabend, statt am nächsten Morgen. Gepackt hätten wir nämlich sowieso schon Freitag Abend und dann hätten wir wieder die Hälfte draußen lassen müssen und die Kids waren eh gerade sehr anstrengend da war es echt einfacher gleich alles ins Auto zu packen. Der großen zog ich gleich einen Schlafanzug an und nachdem wir beschlossen hatten zu fahren, bis wir dann zu Hause waren sind knapp vier Stunden vergangen. Beide Kinder verschliefen die gesamte Fahrt und Rumpelina schlief in ihrem Bett einfach weiter. Der Sohn erkundete seine Umgebung wieder neu und es war ein sehr entspanntes Ankommen. Ich schaffte sogar noch alle Taschen auszuräumen und fiel dann irgendwann glücklich in mein eigenes Bett und habe natürlich viel besser geschlafen. Es war ein schöner, abwechslungsreicher Familienurlaub. Das wechselhafte Wetter von 32  Grad auf 14 Grad, zwischendurch heftige Gewitter und wahnsinnige Schwüle setzte mir zu, stellenweise hätten wir uns beide mal einen Miniclub gewünscht, wo wir die Große abgeben könnten, weil richtig entspannen kann man immer nur Minutenweise. Aber hey, das war alles dennoch sehr schön und der Tapetenwechsel hat uns allen sehr gut getan.

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