10 Monate kleiner Kakadu

Die Woche habe ich dem Sohn das erste Mal ein kurzes T-Shirt und eine kurz Hose angezogen, weil es hier endlich schön warm geworden ist. Dann stutze ich bei dem Gedanken, denn eigentlich lag er letzten Sommer viel nackig herum als er frisch geboren war. Am Wechsel der Jahreszeiten lässt sich also gut nachvollziehen, dass wir tatsächlich schon zehn Monate zu viert sind.

Diesen Monat haben wir auf jeden Fall wieder ganz viel Zeit an der frischen Luft verbracht. Wie sagte ein anderer Vater gestern so schön? Ach euch trifft man auch immer auf dem Spielplatz. Stimmt ;-). Hin und wieder genießen wir aber auch unseren Garten, denn dort kümmern sich die zwei Nachbarsmädchen ganz hervorragend um beide Kinder. Die spielen nämlich immer Mutter/Mutter/Kinder mit euch und jeder hat dann ein Kind und vielleicht noch eine Puppe als weiteres und während Rumpelina schon ordentlich den Ton angibt, wie sie es gerne hätte, lässt mein Sohn dann echt so ziemlich alles mit sich machen. Er genießt die Aufmerksamkeit und den Trubel.

Du hast drei Merkmale, die so typisch Du sind, dass ich sie mal festhalten möchte, bevor ich sie vergesse:

1. Du hast fast immer eine Träne unter dem Auge. Dadurch bekommt immer jeder gleich Mitleid mit dir und fragt, was der arme Kerl denn hat. Ich vermute, dass dein Tränenkanal leicht verstopft ist oder so. Der Kinderarzt meinte auf jeden Fall, dass ist nicht schlimm. Ist ja auch immer nur eine Träne und kein dauer laufendes Auge.

2. Manchmal pustest du immer ganz schnell hintereinander mit gespitzten Lippen. Phh, Phh, Phh. Warum weiß ich nicht, schaut aber sehr niedlich aus.

3. Wenn du dich freust, reißt du deinen Mund gaaaanz weit auf und lachst quasi tonlos. Das schaut auch sehr süß aus und eher selten gluckst du mal richtig vor Freude.

Du bist ein sehr ausgeglichenes, fröhliches Baby. Du strahlst den lieben langen Tag, bist so zufrieden und flirtest gerne mit allen Mitmenschen. Man muss sich schon fast richtig ärgern, damit deine Laune mal kippt.

Beim essen ist gerade ein richtiger Knoten geplatzt. Du hast zwar weiterhin keine Zähne, aber du schaffst es trotzdem die meisten Lebensmittel zu essen und du forderst es auch ein, das gleiche wie wir zu bekommen. Gestern hast du richtig viele Nudeln gegessen. Manchmal isst du sogar mehr als deine Schwester. Nach wie vor halten wir es aber so, dass du bevor wir Großen etwas essen, erstmal Brei angeboten bekommst, damit du satt wirst. Das ist mir auch einfach wichtig, weil ich tagsüber nicht ewig stillen möchte und je nach Essen, kaust du zwar genüsslich auf einem Stück Spargel herum, aber satt wirst du davon ja noch lange nicht. Letztes Wochenende war ich tagsüber mit meiner Mama unterwegs und so konnte Papa dich gut füttern und du bist gut klar gekommen ohne Mama. Als ich am Nachmittag dann wieder kam, hast du ganz schnell etwas getrunken und dann bist du auf meinem Arm eingeschlafen.

Papa geht immer und wird von dir sehr bewundert. Während du Mama sehr gut mit deiner Schwester teilen kannst, reagiert ihr beide sehr eifersüchtig wenn es um die rare Papazeit am Abend geht. Wenn einer nach dem Essen auf seinem Schoß sitzt, dauert es keine 10 Sekunden bis der andere auch will.

Du hast eine Möglichkeit der Fortbewegung gefunden. Du rutscht auf deinem Popo vor und seit letzter Woche kannst du dich wieder hinsetzen. Du schiebst dich wenige Zentimeter  Rückwärts, wenn du in Bauchlage bist und setzt dich immer mehr hin. Seit du das kannst, traust du dich auch immer mehr in die Krabbelposition und bist seit 2 Tagen auch immer wieder 4 oder 5 Meter vorwärts gekrabbelt, wenn dein Ziel nur wichtig genug war. Aber entweder erschrickst du dich über dich selbst oder es ist dir zu anstrengend. Denn dann setzt du dich ganz schnell wieder hin. Nun werden wir aber Stück für Stück schauen, welche Ecken wir wieder neu Kindersicher machen müssen.

Seit zwei Tagen hast du nun auch deinen Zeigefinger entdeckt und deutest zielsicher auf alles mögliche. Beim Buch anschauen deutest du immer wieder auf den Traktor. Spannend das ganze Alter. Ich könnte dich gerade stundenlang beobachten, wie du deine Welt entdeckst.

Dein erstes richtiges Wort hast du diesen Monat auch gelernt: „Ja.“. Ich frage immer, ob du das oder jedes möchtest und sage immer „jaaa?? oder neeeein?“ und irgendwann kam dann ein klares Jaaaa zur Antwort. Und es blieb nicht bei einem. Du weißt also was du willst und das ist herrlich.

Ganz ganz große Liebe.

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