klein und groß

Momentan ist das wichtigste Thema für Rumpelina ihr Alter. Eigentlich ist sie ja gerade drei Jahre alt geworden. Aber sie verkündet mehrfach täglich, je nach Laune und Situation „ich bin jetzt ein Schulkind!“ oder „Ich bin das Baby“. Dazwischen gibt es gerade nichts. Angefangen hat die Phase tatsächlich bei der Verabschiedung bevor sie morgens in den Kindergarten geht. Sie gibt dem Bruder und mir ein Küsschen, winkt ganz aufgeregt und ruft „tschüüß! Ich geh jetzt bei die Schule!!“ (das mit der Grammatik üben wir noch ;)). woher kommt das Interesse an der Schule? Vermutlich von dem Nachbarsmädchen. Die geht nämlich in die zweite Klasse und ihre Schwester ist gerade in der Vorschule. Wenn sie zusammen spielen, werden alle möglichen Rollenspiele gespielt und oft dreht es sich um den Schulbesuch.
Seit einigen Wochen kam dann aber die „ich bin das Baby“ Phase hinzu. Und ganz ehrlich: ich bin davon total genervt. Denn die Phase kommt eigentlich immer dann, wenn sie etwas nicht will, zu müde ist, getragen werden möchte, eifersüchtig auf ihren Bruder ist oder aus Langeweile. Dann kräht sie lauthals „Ich bin das BAAAABBBYYYYY“ und macht „wäääääh!! Wäääähh!!“. Minutenlang. Oft ruft sie auch „das Baby ist müde.“ „Das Baby hat Hunger“. Da sie nie einen Schnuller hatte und die ihres Bruders nicht nehmen soll, hat sie jetzt einen Puppenschnuller gefunden, der gut in ihren Mund passt. Den steckt sie sich dann rein und sieht einfach furchtbar albern aus. Ich versuche diese Phase mit vielen Ooooms und Lächeln gut zu überstehen, ohne ihr zuviel Beachtung zu schenken. Ich erkläre auch, dass ich mit ihr kuscheln kann, ohne das sie das Baby ist. Mal schauen was draus wird. Im Kindergarten ist es auch immer wieder aufs Neue spannend, ob ein Schulkind oder ein Baby den Raum betritt. Ich habe ihr übrigens nachts schon zweimal den Puppenschnuller aus dem Mund gezogen, weil sie damit eingeschlafen ist. Aber ich möchte ihr jetzt auf keinen Fall einen richtigen Schnuller geben und daran gewöhnen. Seufz.

Großes Thema ist auch gerade das trocken werden. Sie schafft manchmal tagelang ohne Windel. Auch auf dem Spielplatz, im Supermarkt und so weiter. Klappt wunderbar. Dann kommt ein kleiner Unfall und sie ist am Boden zerstört, Gestern rief sie dann „Ich bin noch zu großklein dafür“. Armes Mädchen.

Letztens fragte ich sie, was sie eigentlich noch lernen möchte. Da sagte sie ohne nachzudenken „wie man Sachen aus dem Kühlschrank rausholt“. Na da bin ich ja gespannt, was noch alles auf uns zukommt. Uns Eltern geht es auf jeden Fall ähnlich. Aber aktuell staunen wir jeden Abend wie toll sie sich entwickelt hat. Sie kann so tolle Sachen sagen, machen und überhaupt.Mein kleines, großes Mädchen ich liebe Dich sehr!

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