8 Monate kleiner Kakadu

Schon wieder ein Monat vorbei. Ich kann es immer gar nicht glauben, dass es schon wieder Zeit ist deinen Monatsbericht zu schreiben. Diesmal fange ich mal zwei Tage vorher an. Bei deiner Schwester habe ich das ganz oft vorgeschrieben und am Monatsgeburtstag noch schnell ergänzt. Aber wie das Leben mit zwei Kindern eben so ist, vergesse ich es meistens und reiche es ein paar Tage später nach. Gerade bist du aber krank und schläfst endlich mal in der Federwiege. Das bricht mir sofort mein Mamaherz. So jammernd und hilflos kenne ich dich gar nicht. Den Großteil der Nacht hast du in meinem Arm geschlafen. Auch heute morgen haben wir auf der Couch erstmal ganz lange gekuschelt, bevor du mir ganz deutlich gezeigt hast, dass du müde bist.

Die größte Veränderung im letzten Monat sind die Gebärden die du plötzlich zeigst. Schon bei deiner Schwester haben wir Baby Zeichen verwendet und gute Erfahrungen damit gemacht. Mein Mann hat ganz selbstverständlich also wieder damit angefangen und da wir beide damit nun routinierter sind, glaube ich haben wir diesmal mehr bzw. früheren Erfolg. Aber ich war selber sehr überrascht, als du beim Essen ganz wild mit deinem rechten Arm herum gefuchtelt hast um mir zu zeigen, dass du etwas trinken möchtest. Trinken findest du ganz toll. Aber sämtliche Trinklernbecher die auskippsicher sind, die ich der Reihe nach angeschleppt habe, findest du alle doof. Bitte nur aus Mamas Glas. Okay. für den Anfang ja nicht schlecht. Du hast dich auch sehr gefreut, dass ich gleich verstanden habe, was du wolltest. Und so geht das munter weiter: trinken und stillen kannst du mittlerweile ganz sicher anwenden. Immer wieder führe ich langsam eine weitere Gebärde ein. Ich bin ganz sicher, dass du sie alle verstehst. Aber verwenden tust du bisher nur die beiden. Aber das kommt bestimmt. Momentan zeigen wir dir: Ja, nein, Komm her, stillen, trinken, Essen, „Name deiner Schwester“, Mama, Papa, Mehr, Fertig, Federwiege, Schlafen, spielen. Ein sehr spannendes Thema. Andere schauen immer verwirrt, finden es aber sehr interessant. Mein Buch verleihe ich auch ständig anderen Eltern. Mal schauen, ob bald ein paar Krabbelfreunde mit machen. fände es ja lustig, wenn sich die Kleinen untereinander so unterhalten würden.

Motorisch bist du sogar noch ein tacken fauler als deine Schwester. Und ich dachte immer das geht gar nicht ;-). Du sitzt und das war es. Wehe man legt dich mal in Bauchposition. Du fängst an zu schimpfen. Aber tatsächlich hast du begonnen dich rückwärts zu schieben. Aber das gefällt dir gar nicht. Da wird geschimpft, denn du willst ja nach vorne. Auch wenn du das alles nicht so toll findest, übe ich das täglich mit dir. Ein bisschen Sport muss ja schließlich sein. Im sitzen bist du dafür der absolute Profi. du kannst dich in alle Richtungen sehr weit nach vorne beugen und dir so alles holen, was irgendwie in greifbarer Nähe ist. Rutsche ich die Sachen außerhalb deiner Reichweite schimpfst oder weinst du gaaanz jämmerlich. Da bekomme ich dann doch recht bald Mitleid und gebe sie dir. Man kann dich zum Beispiel auf deine Jacke legen und dann noch kurz den Raum verlassen um was zu holen. Wenn ich zurück komme, um dir die Jacke anzuziehen hast du dich ganz sicher keinen Millimeter wegbewegt. Andere Babys kann man kaum wickeln so sehr drehen und winden sie sich. Sehr witzig diese Unterschiede.

Über dieses Genderding werde ich vermutlich irgendwann mal einen eigenen Artikel schreiben, weil mich das doch immer wieder beeindruckt. Von wegen, Babys sind Babys und das ist alles anerzogen. Mein Sohn liebt Autos, Räder, Bausteine und Bälle. Aber vielleicht sind es auch einfach Zufälle hier bei den Geschwistern. Auf jeden Fall ist für ihn gerade das größte Glück, wenn ich die Duplokiste auskippe und ihn mitten rein setze. Ansonsten liebt er seinen Dackel über alles und steht gerade sehr auf Knistern.

Beim schlafen hat sich nichts verändert. Er schläft abends immer öfter im eigenen Bett. Aber oft wird er bald wieder wach und sucht die Nähe. Momentan genieße ich es so ihn neben mir zu haben und könnte es mir gar nicht anders vorstellen. Sobald es anfängt mich einzuschränken, werde ich mal über andere Lösungen nachdenken.

Essen klappt super. Zweimal täglich isst er seinen Brei. Ansonsten wird nach Bedarf gestillt. Unheimlich praktisch. Habe ich erst im Urlaub wieder gemerkt.

Ich liebe, liebe, liebe dich mein Sohn!

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