Tagebuchbloggen

Ich möchte es einfach mal für mich festhalten. Ob das für andere so spannend ist, weiß ich nicht ;-). Aber seit der Sohn auf der Welt ist habe ich das Gefühl, dass die Tage pickepacke voll gepackt sind und ich bin abends so wahnsinnig erschöpft und müde. Daher mal die letzten zwei Tage:

Dienstag 03.März 2015:

7 Uhr Aufwachen. Ich fühle mich wie gerädert. Warum? Am Vorabend war ich fix und foxy und beschloss daher schon um 20.30 Uhr schlafen zu gehen. Die Konsequenz war, dass ich nachts um 4 ausgeschlafen war und ganz alleine sinnlos wach lag. Was habe ich mich geärgert. Gegen halb sechs schlief ich nochmal ein. Aber gefühlt war das nur noch ein Einnicken, denn der Mann kam schon aus dem Bad und das Töchterchen ist auch schon wach. Der Sohn wacht automatisch immer mit auf. Ich schleiche mich erstmal zur Dusche. Der Mann übernimmt das anziehen und versorgen der Kids.

7.30 Uhr ich bin frisch geduscht, hatte den ersten Kaffee und helfe dem Mann der Großen die Strumpfhose anzuziehen (großes Heulidrama). Dann schnell ihre Zähne putzen, Haare machen, Gesicht wischen, Schuhe, Jacke, Mütze Schal und Küssen und weg sind Papa und Tochter.

08.00 Uhr ich habe die Wohnung mal komplett aufgeräumt was so herum lag. Alle Räume gut durchgelüftet. Das Nachtlicht ans Stromkabel gehängt. Die Stühle hochgestellt. Eine Maschine Wäsche angestellt. Den Sohn etwas bespaßt und dann den Staubsauger geholt.

09.15 alle Räume inklusive Hausflur sind gesaugt, gewischt und das Badezimmer geputzt worden. Das Baby wird gestillt, gewickelt, angezogen und in der Federwiege zum schlafen gebracht. Während der Putzaktion schaute er in seiner Wippe friedlich zu. Was natürlich bedeutet, dass ich nach jedem Zimmer auch die Wippe mitschleppen muss.

09.30 Der Sohn schläft. Zeit für mein Frühstück. Ich esse zwei Stück Marmorkuchen und trinke ein Glas Osaft. Nebenbei checke ich meine sozialen Netzwerke.

09.50 Ab an die Nähmaschine. Der Reisverschluss vom genähten Overall vom Sohn ist vor zwei Wochen kaputt gegangen und ich packte ihn wütend in eine Ecke. Ich holte ihn doch nochmal hervor und versuchte ihn herauszutrennen. Das ging gar nicht, ewig viele Stiche und so. also nahm ich kurzerhand die Schere und schnitt ihn heraus. Dann trennte ich die Wendeöffnung wieder auf, drehte ihn auf Links und nähte den Anzug einfach ohne Reisverschluss wieder zu. Dann wendete ich ihn wieder und steckte mit Stecknadeln ab, an welche Stellen ich Knöpfe reinmachen möchte, damit es schön gleichmässig ausschaut. Dann drückte ich mit der Zange jeweils 6 Knöpfe rein und war gerade fertig als der Sohn erwachte. Nähsachen zu reparieren oder zu flicken hasse ich. Vor allem das war richtig anstrengend, da ich mich tierisch konzentrieren musste, wie ich das jetzt löse.

11.00 Uhr ich spielte etwas mit dem Sohn, wickelte ihn wieder und suchte noch Ideen für das Geburtstagsshirt meiner Tochter. Dann druckte ich noch ein Schnittmuster aus und fing an die Applikation auszuschneiden und zu bügeln.

12.00 Uhr Der Sohn wurde hungrig und ungeduldig. Also gingen wir in die Küche und er bekam ein Gläschen Dineknudeln mit Brokkoli und Tomaten oder so. anschließend wickelte ich ihn noch und setzte ihn in den Laufstall.

12.25 Uhr Mein Magen knurrte ebenfalls und ich schaute schnell in die Schränke was ich kochen könnte. Nichts da. Mhm. Also aus Vorräten was zaubern. Ich entschied mich für ein Kichererbsen-Spinat-Curry mit Basmatireis. Eines meiner neuen Lieblingsgerichte. Nebenher räumte ich die Spülmaschine aus.

13.05 Uhr Ich esse. Der Sohn sitzt neben mir in seinem Hochstuhl und bekommt immer wieder was hingelegt. Kichererbsen fand er richtig gut. Bevor ich dann die Große aus dem Kindergarten holte las ich wenige Seiten in meinem Buch und trank noch einen Espresso.

13.28 Uhr Sohn angezogen, die Wäsche in den Trockner geräumt und ins Auto gepackt. Ab geht es die Große abholen. Im Kindergarten gab es dann ein riesen Drama, weil sie ihren Zauberstab, den sie am Morgen uuuunbedingt mitnehmen musste nicht mehr finden konnte. Wir liefen jeden Raum ab, schauten in zahlreiche Kisten und Regale, aber er blieb verschwunden. Als ich den Sohn nicht mehr schleppen wollte und meine Geduld am Ende war trottete ein heulendes Kleinkind hinter mir her. Vor dem Kindergarten gibt es eine neue Bank. Die Sonne schien. Ich entschied das Töchterchen nochmal auf den Schoß zu nehmen und kuschelte 15 Minuten mit beiden Kindern. Wir sangen unser selbstgedichtetes Lieblingslied „Alle beiden Kinder habe ich so liiieeeeb. Alle beiden Kiiiinder hier auf Mamaaaaas Schooooß. Tralalalalalalalalalalalalalalalaaaaaa“. Ein nicht mehr ganz so trauriges Kleinkind ließ sich dann im Auto anschnallen. Kind abhole hat heute ja „nur“ 40 Minuten gedauert…

14.15 Uhr: Wieder zu Hause entschied ich die Große ein bisschen „Lauras Stern“ schauen zu lassen, weil ich echt totaaal müde war und brachte in der Zeit den Sohn zum schlafen um etwas mehr Pause zu haben. Ich packte noch schnell das Turnzeug zusammen und setzte mich nochmal an den Nähtisch um an dem geburtstagsshirt etwas zu basteln.

15.00 Uhr der Sohn wird wieder wach. Das Töchterlein hat längst aufgehört Lauras Stern zu schauen und kochte ein bisschen in ihrer Spieleküche. Der Sohn wird gestillt und gewickelt. Dann packe ich die Große gegen ihren Willen auf den Wickeltisch und versuche sie davon zu überzeugen sie nun auch fertig zu machen.

15.24 Uhr Bis wir alle fertig anzogen sind und der Sohn im Kinderwagen, die Große auf dem Buggyboard und ich dahinter musste ich wieder losrennen. Denn um halb vier beginnt der Kinderturnen. Eigentlich wäre ich um die Zeit schon gerne im Umkleideraum. Egal, kein Stress. Die restlichen Meter schob ich im normalen Tempo um nicht völlig außer Atem dort anzukommen.

15.35 Uhr Umkleideraum der Turnhalle. Meine Freundin auch mit zwei Kindern ist auch gerade eingetroffen. Sie hilft mir den Sohn auszuziehen, ich kleide das Töchterchen ins Turndress. Den Anfangskreis haben wir versäumt, aber wir kommen zum Aufbau. Die Babys auf eine Matte geparkt und schnell mit angepackt eine Bank aufstellen. Zwischendurch immer wieder die Babys bespaßt oder der Tochter bei den Übungen geholfen. Dann konnte ich es mir nicht verkneifen selber mal am Seil zu klettern. Ganz schön anstrengend.

16.30 Uhr Die Turnstunde ist zu Ende. Nach und nach verschwinden alle Einkindmamas (zumindest haben sie nur ein Kind dabei) und Omas und Opas die mit ihren Enkeln da sind (und ich bin seeehr neidisch) und meine Freundin und ich verbleiben mit unseren Kids. Ich stillte erstmal, dann tobten unsere Großen durch den Raum und machten nur Blödsinn. Nebenbei war der Gestank einer Windel, den eine andere Mama in den Mülleimer warf und dann ging kaum aushaltbar.

17.00 Uhr Endlich alle Kinder angezogen und raus an die frische Luft. Endlich! Ich düste mit beiden Kids heim. Meine Freundin hielt noch beim Bäcker (Auto) und wollte dann auch noch auf den Sprung zu uns kommen. Ich zog zu Hause beide Kinder aus und bereitete schon mal zwei Cappuccinos vor. die großen waren erstaunlich lieb und spielten ohne großes Chaos Playmobil und kochen. Mein Baby spielte im Laufstall und das Baby meiner Freundin schlief.

18.20 Uhr Meine Freundin packte ihre beiden Kids wieder ins Auto und ich kochte heißes Wasser für den Abendbrei. Während das Wasser abkühlte, putzte ich der Großen die Zähne (sie hat sich leider mit Zeugs vom Bäcker satt gegessen und konnte kaum die Augen offen halten, daher machte ich sie schnell bettfertig). Während ich sie gewickelt habe, schrie der Sohn ganz jämmerlich und der Papa kam gerade rechtzeitig. Er machte den Brei fertig und fütterte den hungrigen Sohn. Ich machte der Tochter noch den Sandmann an, bereitete ihr Nachtgetränk zu, stellte ihr Nachtlicht wieder hin und räumte das wenige Spielzeug was noch verstreut lag wieder an den Platz. Dann gab es noch ein Gute Nacht Küsschen und ich machte ihr ein Hörspiel an.

18.50 Uhr Das große Kind ist wohl sofort eingeschlafen. Ich erwärmte das Curry vom Mittagessen nochmal und aß gemeinsam mit dem Mann.

19.00 Uhr Nach dem Essen gab ich den Sohn an den Papa ab und gönnte mir mal Zeit für mich, mein Handy und ging mal in Ruhe! aufs Klo.

19.45 Uhr Ich stillte den Sohn. Der war schon im Schlafanzug, also schlief der auch gleich ein und ich legte ihn neben mich auf die Couch. Dann rief ich meine Mama an und telefonierte ca. eine halbe Stunde mit ihr.

20.20 Uhr Der Mann kam wieder zu uns und ich jammerte rum, wie anstrengend der Tag war, dass ich angst vorm morgigen Tag habe, dass ich hundemüde bin und der tollste Mann hörte einfach zu. Dann verschwand ich gegen 21 Uhr ins Bad, machte mich fertig und ging dann ins Bett.

21.00 Uhr im Bett kuschelte ich noch mit dem Sohn, stillte ihn, brachte ihn wieder zum schlafen, surfte ich noch kurz durchs Netz, legte dann aber das Handy beiseite und las noch ein Kapitel in meinem Buch, bis mir die Augen zufielen.

21:20 Uhr schlafen.

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2 Gedanken zu “Tagebuchbloggen

  1. Also ich würde es so lange ohne Frühstück gar nicht aushalten… wo nimmst du bloß deine Energie für so ein Morgenprogramm her?

    An sich darf man an solchen Tagen mit viel Haushalt und Programm am Nachmittag aber durchaus k.o. sein. Geht mir ganz genau so, seit wir fast jeden Tag in der Woche einen Termin oder Verabredungen haben. 🙂 Ich habe festgestellt, dass so ein paar „leere“ Gammel-Tage dazwischen und genug Zeiträume für spontane Unternehmungen (z.B. Eisessen nach der Kita) mir helfen, das ganze etwas zu entstressen und etwas Energie aufzuladen.

    • Ich war noch nie der Frühstücksmensch. Hab meine ganze Schulzeit über immer erst um 13.00 Uhr Mittag gegessen. Keine Ahnung wieso. Mittlerweile frühstück ich immerhin meistens so gegen halb zehn. Ich habe morgens die meiste Energie und freue mich danach in aller Ruhe ohne Stress zu frühstücken.
      Ja stimmt. Unsere Nachmittage sind auch ziemlich durchstrukturiert. Deshalb versuche ich vormittags auch oft mal gar nichts zu machen, also außer Haus.

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