Eine kleine Reise nach Köln

Im Dezember las ich, dass sich ganz viele Herzensmenschen aus dem Internet im Januar im Köln treffen werden. Mist, meine Schwester wohnt da nicht mehr! Ich habe eigentlich gar keine Anlaufstelle mehr da und überhaupt ist es bestimmt stressig das im Januar zu organisieren…aber den Gedanken nicht dabei zu sein fand ich auch doof. Also sprach ich mal mit meinem Mann darüber und er meinte sofort: Fahr hin! Wir sprachen noch öfter, ob ich mit der ganzen Familie anreise oder alleine mit dem Sohn. Dann hatte Kathi die Idee, ob wir uns nicht eine Ferienwohnung für ein Wochenende teilen wollen und der Gedanke so etwas wie „Urlaub“ oder zumindest mal Raus aus dem Alltag klang echt verlockend und wir haben auch eine schöne, vor allem große Wohnung in der Nähe vom Veranstaltungsort gefunden.

Leider haute es mich Anfang Januar gesundheitlich echt um. Eine vegetarische Pizzaschnitte von einem Discounter bescherte mir eine üble Lebensmittelvergiftung. Ich lag mehrere Tage richtig platt und leidend im Bett. Als es dann besser ging, stellte ich aber fest, dass mein Darm richtig gelitten hat und mit normaler Nahrung, oder überhaupt mit Nahrung nichts mehr anfangen konnte und ich verbrachte fortan viel zu viel Zeit auf der Toilette. Mir ging es über Tage richtig dreckig. Am Tag vor der Abreise musste sogar noch meine Mama kommen, um mir mit den Kids zu helfen. Ich packte dennoch meine Taschen, denn ich wollte unbedingt nach Köln. Ich ließ es aber bis zum Schluß offen, ob ich fahre oder nicht. Ich hatte diverse Horrorvorstellungen, wie ich mit Baby alleine auf der Raststätte auf ein Klo stürmen sollt, wenn es denn mal schnell gehen muss. Mit etwas wackligen Knien entschied ich mich am Freitag Morgen für Köln. Mein Mann war so lieb und hat mir mein Gepäck ins Auto getragen, bevor er zur Arbeit ging. Geplant war ein Stop bei meiner Tante in Limburg. Liegt ja gut auf dem Weg und sie hat mir auch eine leckere Gemüsesuppe und Kamillentee gekocht. Außerdem durfte ich endlich ihren neuen Welpen kennen lernen. Ein süßer Fratz. Gegen 17.00 Uhr traf ich dann nach einer sehr relaxten Autofahrt in unserer Unterkunft ein. Mein Baby erwachte und ich stillte erstmal eine Runde. Dann schauten wir uns in der Wohnung um, ich packte die Taschen aus und ein guter Freund der auch in Köln wohnt kam spontan zum Abendessen vorbei. Also er bestellte Schnitzel und ich traute mich nur an trockene Pizzabrötchen. Immerhin waren sie lecker. Gegen 8 schlief der Sohn beim stillen im Bett ein und ich war langsam ganz neugierig auf unsere Mitbewohner für das Wochenende. Da klingelte es auch schon und die liebe Kathi kam mit ihrem sehr niedlichen Mitternachtsbaby die Treppe hoch. Es war ein sehr schönes und lustiges Wochenende mit Euch!

Den Samstagvormittag verbrachten wir ganz gemütlich in der Wohnung mit frühstücken, quatschen, und Babys bespaßen. Sehr schnell war es auch schon Mittag und wir machten uns fertig um zum Buttkö zu fahren. Das Treffen wurde von Pia und Judith organisiert und fand in einem wunderschönen Familiencafé statt. Genau so eines hätte ich bitte gerne bei uns im Dorf. Allein die Waffeln und Kuchenleckereien, der leckere Kaffee sind einen Besuch wert. Hinzu kommt, dass man sich dort sofort wohlfühlt und es einen sehr schönen Spielbereich mit Bällebad für die Kinder gibt. Wir kamen an und wurden direkt herzlich empfangen und jeder bekam noch ein Namensschild. Meins hielt leider nicht allzu lange, da mein Baby es sehr interessant fand dieses Ding da wieder abzumachen. Aber es war schon sehr praktisch bei rund 30 Leuten direkt den Namen und auch den Blogaccount zu sehen. Die wichtigsten Bekanntschaften hab ich aber natürlich auf einen Blick erkannt und es war wirklich schön einige endlich persönlich zu sehen und andere wieder zu treffen. Es war ein buntes Treiben, es wurde viel geredet, gelacht, fotografiert, gegessen, Kaffee getrunken. Babys spielten, brabbelten und näherten sich ebenfalls an. Es war toll, ich habe mich sehr wohl gefühlt und ich bin sehr froh, dass ich dabei gewesen bin. Ich werde auf jeden Fall versuchen beim nächsten Mal wieder zu kommen. Am Abend löste sich die Menge langsam auf und Kathi und ich nahmen die spontane Einladung von Judith gerne an bei ihr zu Hause noch Sushi zu bestellen. Ich habe an dem Tag irgendwann beschlossen meine Diät über Bord zu werfen und habe richtig geschlemmt: Waffeln mit Kirschen, ein lecker Croissant, Kaffee (nach 9 Tagen der erste!) und am Abend das lecker Sushi. Ich sollte es auch nicht bereuen. Mein Darm regeneriert sich tatsächlich und nach 10 Tagen Durchfall war endlich alles ausgestanden. Juhu! Am nächsten Morgen traf sich ein Teil noch zum frühstücken und dann war meine Sehnsucht nach meinem großen Mädchen zu Hause aber zu groß und ich fuhr ganz schnell los. Die Autofahrt war ein Traum. Die Sonne strahlte mir zweieinhalb Stunden ins Gesicht, mein Baby schlief die ganze Zeit tief und fest und keiner wollte was von mir. Ich hört gute Musik und war richtig entspannt als ich mittags zu Hause ankam und meine Familie wieder komplett bei mir hatte. Hach war das schön! Mein großes Mädchen hatte übrigens ein ganz tolles Papa-Tochter Wochenende und hat mich glaub ich gar nicht allzu sehr vermisst. Jedenfalls meinte sie, die Mama kann ruhig öfter mal wegfahren ;-).

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2 Gedanken zu “Eine kleine Reise nach Köln

  1. Das klingt wunderbar! Gut, dass du diese Reise gemacht hast. Die Erinnerungen sind unbezahlbar!
    Diese Magen-Darm-Geschichte klingt aber heftig. Hast du dich an den Hersteller der Pizza gewandt? Das sollten die wissen, oder? Viel Actimel und Probiotic-Trinks trinken, damit deine Darmbakterien bald wieder fit sind! Aber das ganz ist ja jetzt schon eine Weile her… hoffe du hast es inzwischen komplett überstanden…

  2. Ja mittlerweile ist das alles ausgestanden. Habe zum aufbau der Darmflora Bigaia tropfen genommen. Es war keine TK-Pizza, sondern eine Schnitte aus dem Backautomat der immer am Eingang steht. es hätte vermutlich nichts gebracht, da ich nicht beim Arzt war.

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