Nikolaustag

Momentan verfliegt die Zeit. Die Tage sind gut gefüllt mit regelmäßigen Terminen und einigen lieben Besuchen. So waren erst wir in München bei guten Freunden und haben endlich die beste Freundin der Tochter besucht und zwei Wochen später kamen sie zum Gegenbesuch zu uns. Nach wie vor schön zu sehen, wie die beiden sich einfach mögen, vieles teilen (leider gibt es auch viel Streit um etwas was gerade nur einmal da ist) und einfach jede Menge Quatsch machen. Mit ihrer Mama habe ich viele schöne Gespräche gehabt. Dann war meine liebe Schwester mit ihrem Baby auch endlich wieder in Deutschland und es ist so herzig die beiden Babys auf einem Fleck zu sehen. Ihr Kleiner dreht sich fleißig, ist immer in Action und in Bauchlage hebt er stets Arme und Beine ab und fliegt herum. Mein kleiner Kakadu schaut und schaut und schaut. Er ist einfach total neugierig und gelassen. Ihn bringt kaum was aus der Ruhe und er macht wie schon seine große Schwester kaum Anstalten sich irgendwie vom Fleck zu bewegen. Lustig diese unterschiedlichen Temperamente. Nun ist es auch nicht mehr weit bis Weihnachten und wir sehen uns schon wieder!

Mir selbst geht es gerade nicht immer gut. Ich fühle mich unheimlich ausgelaugt und empfinde gerade jeden Tag als wahnsinnig anstrengend. Ich power vom aufstehen bis zum Kinder wieder ins Bett bringen durch. Haushalt, stillen, Wäsche, Baby bespaßen, kochen, Kind wieder vom Kindergarten abholen, Kinderturnen, Bücher vorlesen, kuscheln, wickeln, spazieren gehen, Freunde treffen, Abendbrot richten, Haare kämmen, Bett fertig machen, Getränke richten,…ach irgendwie ist jede Minute verplant und dieses Bedürfnis nach Ich-Zeit ist stark aber nicht immer umsetzbar. Zumal der kleine Kakadu tagsüber oft zufrieden ist wenn er mich sieht, z.B. im Laufstall oder in der Wippe. Aber abends möchte er dann ganz eng bei mir sein. Ich genieße es auch aber einmal die Woche gehe ich sehr erschöpft in die Badewanne und tanke neue Mama-Energie. Momentan gehe ich auch einmal die Woche zur Rückbildung und diese zwei Stunden tun mir auch unheimlich gut. Die ist nun abgeschlossen und ich werde zusehen, dass ich im neuen Jahr mit Sport gleich weiter mache. Mein Mann hat das auf jeden Fall gut im Griff sich mal einen Abend um beide Kids zu kümmern. Zudem ist mein Eisenspeicher ziemlich leer und ich muss zusehen ihn wieder zu füllen. Mit meinem Mann habe ich einen Abend lange analysiert, warum es gerade mittags zwischen Rumpelina und mir so stressig ist und wir sind auf die Lösung gekommen, dass ich mich ums mittagessen kümmern sollte, wenn der Kleine vormittags schläft. Ist eigentlich gar nicht meine Art. Aber wenn ich eine müde, quengelige Tochter vom Kindergarten abhole und dann selber im Unterzucker bin, dann noch stillen muss und parallel den Anspruch habe etwas frisches zu kochen wird es echt irgendwann kritisch. Innerlich verdrehe ich dann schon die Augen, wenn die Tochter mir schon wieder ein Buch anschleppt. Das ist doof und sollte alles so nicht laufen. Ich bekam meist erst um halb drei ein warmes Essen auf den Tisch. Diese Woche lief dann viel besser. So kochte ich die Sauce zu den Nudeln schon vor oder bereitete einen Auflauf vor, der dann nur noch in den Ofen kommen musste. In der Zeit hatte ich dann das Baby gestillt und ein Buch vorgelesen. Entspannend für alle. Das hebt natürlich auch die Laune und wir essen schon deutlich eher. Muss mich aber zwingen mich weiter an den Ablauf zu halten.

Die Große möchte momentan pausenlos ein Buch vorgelesen bekommen. Eins nach dem anderen und noch mehr. Es ist schön, dass sie so wissbegierig und neugierig ist. Die kann viele Bücher schon auswendig. Schade finde ich, dass sie egal nach wie vielen Bücher ich aufhöre sie immer weint und quengelt. Da vergeht mir schon die Lust überhaupt anzufangen und ich sage oft den Satz „ich lese dir zwei Bücher vor, aber dann weinst du nicht, ok?“. Klappt aber nicht. Danach muss ich eigentlich schon den nächsten Programmpunkt im Ärmel haben. Sehr stressig empfinde ich es auch mit beiden Kindern pünktlich das Haus zu verlassen. Oft geht es dann auf Kosten meines Äußeren. Meine Haare sind eh nur zu irgendeinem furchtbaren Knoten zusammen gebunden, meine Klamotten sind voller Babykotze und Schminke hat mein Gesicht Ewigkeiten nicht gesehen. VOn meinen Nägeln ganz zu schweigen. Seufz. Möchte gerne einmal ein Rundumverwöhnprogramm. Gestern habe ich beim Friseur angerufen und wollte vor Weihnachten einen Termin. Aber leider hatte ich nur 3 Termine im Angebot (weil ich da ohne Baby hin möchte!) und die gingen dort nicht. Aber nun habe ich am Silvestermorgen einen bekommen. Da hat mein Mann frei und ich bekomme schöne Haare. Was freue ich mich! Jetzt muss ich nur noch eine coole Party auftun hahaha. Was macht man mit Kleinkindern an Silvester? Zu Hause bleiben vermutlich. Seufz.

Aber so negativ das alles klingt es ist auch schön und erfüllend. Ich genieße jeden Geschwisterplüschkontakt. Die Große liebt ihren kleinen Bruder echt sehr und möchte ihn immerzu küssen, streicheln, umarmen. Sie bringt ihn zum lachen und auch ich genieße jede Exklusivzeit mit meinem Baby. Er ist so herzig! Er lacht immerzu, strahlt und beobachtet das wilde Treiben um ihn herum. Er macht alles mit und seit zwei Tagen entdeckt er eine neue Stimmlage und quietscht in den höchsten Tönen.

Die Adventszeit hat hier sehr schön begonnen und ich habe das erste mal unsere Wohnung so richtig geschmückt. Abends leuchtet es schön und in einigen Ecken stehen Kleinigkeiten und erinnern an Weihnachten. Ich habe schon Plätzchen gebacken und heute Nacht ist der Nikolaus gekommen und hat die Stiefel voll gemacht. Obwohl Rumpelina gestern Abend ihre Stiefel vor die Türe gestellt hat, hat sie es heute morgen wieder vergessen ;-). Doch, ja ich bin gerade sehr glücklich und zufrieden.

nikolaus

 

 

 

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