Armes Baby!

Einige sehr anstrengende Tage liegen hinter uns. Vor 3 Tagen hat mein Kleiner abends ganz plötzlich meine Brust angeschrien. Hysterisch, wild mit den Armen rudernd und immer den Kopf wegreißen. Wenn ich seinen Kopf versucht habe leicht anzudrücken wurde er immer zorniger als ob es um sein Leben ging. Ich habe es mehrfach probiert. War nichts zu machen. Schließlich war er beim Papa auf dem Arm ganz ruhig und schlief später ein. Als er dann erwachte ging es plötzlich. Leider wiederholte sich das Spiel am nächsten Abend. Nur noch schlimmer. Er schrie um sein Leben. Stundenlang. Nichts ging. Gepuckt und ewig herumgetragen schlief er erschöpft beim Papa ein. Ich beugte mich irgendwann über ihn, er wachte auf und grinste mich an. Auf Twitter erhielt ich den Tipp ihn im stehen, leicht wippend anzulegen und ich schnappte ihn mir gleich und tatsächlich er dockte sich endlich an und trank. Als Mama fühlt man sich so machtlos. Schrecklich! Die Nacht war dann ganz gut. Er trank wunderbar. Leider ging das am nächsten morgen gleich weiter. Er schrie die Brust an und wollte den ganzen Tag nicht an die Brust. Zornig schrie er sie an. Meine Hebamme rief direkt zurück und meinte es klingt ganz nach einem Stillstreik. Warum und wieso die kleinen das machen weiß man nicht. Ob es doch der Schnuller ist? Wir haben ihn jetzt wieder weggelassen. Oder sucht er mehr Mamanähe? Die letzten Tage waren recht stressig. Vielleicht auch Schmerzen? Blähungen oder irgendwas an der Wirbelsäule? Eventuell hilft ein Besuch beim Osteopathen? Ich bekam verschiedene Tipps wir ungewöhnliche Stillpositionen. Ihn sofort hochnehmen und gar nicht erst schreien lassen. Ihn am besten stündlich anlegen und wenn er gut gelaunt ist versuchen zu stillen. Uns beide nackt machen und kuscheln. Ein gemeinsames Bad. Und sie nannte mir noch ein Globuli. Das besorgte ich mir gleich und gab es ihm. Der Tag war furchtbar. Er schrie fast pausenlos. 2 mal konnte ich ihn anlegen und beim laufen stillen. Das geht ganz schön in die Arme aber ich bin froh, dass er überhaupt was trinkt. Meine Freundin die mit Rumpelinas bester Freundin weggezogen ist kam zu Besuch und die Mädchen spielten so als ob sie nie getrennt wären. Es war so schön zu beobachten die zwei Quatschköpfe. Meine Freundin half mir überall so gut es ging und den Nachmittag verbrachten wir bei schönem Sonnenschein auf dem Spielplatz. Mein Baby schlief den ganzen Tag nicht und schrie fast durch. Das ging an die Nerven. Immerhin war meine Große ein wahrer Sonnenschein. Leider konnte ich mich mit meiner Freundin nicht gut unterhalten. Abends setzte ich dann den Ratschlag Haut an Haut zu kuscheln um und nahm mir ganz viel Zeit für meinen Sohn und mich. Er lächelte und strahlte mich an. Es war so schön und endlich, endlich dockte er sich von ganz alleine an und nuckelte über eine Stunde (Was er noch nie getan hat!). Später kam der Papa und die Rumpelina und wir haben alle ganz viel gekuschelt und uns lieb gehabt. Mit der Tochter kann man jetzt so wunderbar reden. Sie erzählt ganz viel und das ist unheimlich schön!
Erschöpft schlief ich recht früh mit einem Kind links und dem anderen rechts im Arm ein und hatte eine echt ruhige Nacht. Das war nach den 2 Tagen echt ein wahres Geschenk!
Bin ich froh, mein Sonnenscheinbaby wieder zu haben. Es lächelte mich heute gleich mehrfach an und schläft gerade selig neben mir.

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2 Gedanken zu “Armes Baby!

  1. Achje. 😦
    Als ich mal so einen Streik hatte habe ich einer Stillberaterin geschrieben und sie gab mir noch den Tipp im Halbschlaf zu stillen, weil die Babys im Schlaf noch mehr nach Instinkt gehen und auch natürlich ruhiger sind. Vielleicht klappt das bei euch? Ich hab das Julimädchen dann nur im dunklen Raum bei absoluter Ruhe und im Liegen gestillt, da hats wieder geklappt.

    • Ja das hat mir meine Hebamme auch gesagt. Tatsächlich war es die ganzen Nächte problemlos und am abend am schwierigsten. Gar nicht selten so ein Streik wie ich jetzt durch Twitter erfahren habe. Hatte das bei der großen nämlich nicht

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