Erste Woche alleine mit beiden Kids

Erstmal Danke für Eure lieben Kommentare zu meinem letzten Eintrag bezüglich der schlaflosen Nacht. Das war zum Glück echt eine Ausnahme und uns geht es richtig gut! Denke es war einfach auch die fremde Umgebung und die Abwesenheit vom Papa die dazu beigetragen haben, dass alles etwas chaotisch war.

Montag ging also der Mann wieder auf Arbeit und ich stellte mich wacker der Herausforderung alleine mit 2 Kids! Wobei mein liebster Mann von ganz alleine vorgeschlagen hat, dass er weiterhin die Große Tochter morgens vor der Arbeit fertig macht und zur Kita bringt. Das ist für mich eine riesen Erleichterung. Denn oft ist der kleine Bruder gegen halb sechs um stillen wach und ich bin gerade erst wieder eingeschlafen. Wenn ich dann direkt aufstehen müsste wäre das schon hart für mich. Also nehme ich das Angebot gerne an und döse noch mit meinem Sohn. Meistens stehen wir dann zum tschüß sagen um halb acht auf. Ganz gelassen gehe ich auch duschen und lasse den Zwerg auf dem Badezimmerteppich Musik hören. Da er gerade frisch ausgeschlafen und gewickelt und gestillt ist, ist er auch zufrieden und glücklich. Vielleicht mag er auch das Rauschen des Wassers. Anschließend räume ich die Bude ein wenig auf, trinke einen Kaffee, stille, frühstücke. Dann je nach Tagesprogramm hab ich mal Zeit für Erledigungen oder meine Nähmaschine. Wenn der Sohn nicht schlafen möchte, darf er ein bisschen wippen und ich bediene mit einem Fuß die Wippe und mit dem anderen die Nähmaschine. Manchmal ruckelt die Maschine dann so komisch weil ich nicht mehr gleichmässig drücke – hehe. Die Woche fing auf jeden Fall super an. Die Große freute sich sehr, dass Mama sie jetzt mittags abholt mit ihrem kleinen Bruder. Entweder komm ich mit dem Kinderwagen oder ich packe den Kleinen ins Tuch und schiebe die Große mit dem Dreirad heim. Montag war Rumpelina einfach nur ZUCKER! Bin ich dankbar für dieses tolle Kind. Sie wusste direkt das Papa nicht mehr da ist und war gleich so viel lieber. Sie hat geholfen, kaum gejammert. Ich nahm mir möglichst viel Zeit zum vorlesen und spielen. Echt toll! Dienstag ging es eigentlich gleich so weiter. Ich war das erste Mal mit beiden einkaufen (wenn es keine speziellen Babyschalenwägen gibt ist ja kein Platz mehr für Einkäufe wenn der Maxis Cosi und das große Kind im Wagen sitzen), wir waren im Sandkasten und da sich Rumpelina einen ganzen Eimer Sand über den Kopf gekippt hat, habe ich noch beide Kids gebadet. Da fühlt man sich schon ein bisschen wie Supermutti ;-). Da kam dann aber auch der Mann dazu. An der Stelle kann ich einen Badewannensitz für Neugeborene echt empfehlen. Den hat mir eine Freundin ausgeliehen und ich muss ihn nicht festhalten. Der Kakadu genießt das warme Wasser, strampelt mit den Beinen und ich habe beide Hände frei. Perfekt! Rumpelina war sehr glücklich, dass ihr Bruder mit in der Wanne sitzt. Der kleine Bruder durfte dann raus und die Große bekam ihre Badewannenfarben. Die liebt sie über alles und blieb gerne noch in der Wanne zum malen. Derweil machte ich den Zwerg fertig. Der Mann und ich schafften es übrigens von Sonntag bis Dienstags abends einen Dreiteiler anzusehen! Wow! Baby kuschelte entweder bei ihm oder mir. Dank Schnuller ist er auch einfach zufrieden. Wenn er dann müde wird, ist es auch meist 23 Uhr und ich gehe mit ihm ins Bett. Schöne Abende – Zeit Energie zu tanken.

Mittwoch war ich mit Freundinnen zum shoppen verabredet. Ich habe gefragt, ob sie mich begleiten wollen. Kinderlose Freundinnen. Das war toll. Sie haben den Kakadu geschoben, geschukelt und bespaßt. Ich konnte derweil endlich mal die Läden unsicher machen und alles mögliche einkaufen. Auf dem Rückweg die Tochter eingesammelt und dann zu Hause schnell gekocht. Der Sohn schlief immer noch und sollte es noch weitere 2 Stunden machen, die Tochter schlief beim Essen am Tisch ein. War wohl ein anstrengender Kindergartentag. Ich legte mich auf die Couch und erholte mich kurz, bevor ich endlich nach vielen Monaten des Mannes Bügelkorb besiegte. Das tat sich aus reiner Nächstenliebe. Eigentlich habe ich mich ja geweigert. Aber wenn man keinen Raum hat, wo man einen riesigen Berg Wäsche verstecken kann, nervt mich das nach so langer Zeit echt Kolossal. Dann musste ich im Eiltempo mit beiden Kids noch zur Gemeindebücherei hechten um die geliehenen Filme rechtzeitig zurückzubringen. Geschafft. Gerade noch so! Zu Hause war dann schon der Papa da. Immer eine enorme Erleichterung!

Gestern nähte ich am Vormittag und am Nachmittag war ich mit meiner Freundin im Dorf verabredet. Sie hat auch 2 Kinder im gleichen Alter. Hach das war schön! Und anstrengend!! Wahnsinnig anstrengend! Man hat plötzlich 4 Kinder. Weil klar, ich fühle mich für ihre Zwerge ja genau so verantwortlich und umgekehrt. Da war ich kurz den Kinderwagen aus dem Auto holen, ist meine Freundin mit Rumpelina aufs Klo. Sie stillte auf dem Spielplatz, rettete ich ihren Sohn vom Klettergerüst und so weiter. Unsere Babys wollten beide nicht schlafen. Es war echt eine Herausforderung. Die Großen nur am Klettern, Stöcke herumtragen und Blödsinn auf dem Karussell machen. Der Heimweg war auch ähm 8 mal so lange wie sonst, denn unsere Großen liefen immer in eine andere Richtung davon. Richtig aufgedreht und nur Schabernack im Sinn! Abends schlief Rumpelina beim Sandmann schauen im Bettchen ein. Mit Daumen im Mund. Macht sie sonst nie. Das war echt zu süß. War wohl fix und fertig. Ich übrigens auch. Ich brauchte ganz ganz dringend Ruhe. So nahm der Mann den Sohn und ich schaltete einmal komplett ab.

Eine tolle Woche! Heute holte ich die Große vom Kindergarten ab und es sind nun 3 Wochen Ferien. UFF!!! Ich habe echt Respekt davor und bin gespannt wie die Zeit wird. Für nächste Woche habe ich schon ein Unterstützungsprogramm gestrickt.

Eine kleine Anekdote noch vom heutigen Tag. Die große Schwester hält ihrem kleinen Bruder einen Lutscher vor die Nase und sagt „erst groß werden!“. Hahaha 🙂

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