1 Tag to go!

Morgen ist es so weit. Ich werde meinen persönlich errechneten Termin erreicht haben (meine Frauenärztin hatte ja einen 6 Tage späteren Termin festgeschrieben). Im Grunde ja eh alles egal. Baby wird schon rauskommen. Von der Schwangerschaft an sich fühle ich mich auch super und sehne jetzt auch nicht sofort das Ende herbei oder liege hier wie ein Walroß jammernd herum.

Aber meine Große macht mit gerade echt zu schaffen. Vor allem wenn ich ganz alleine mit ihr bin. Heute hat sie sich eigentlich noch schlimmer verhalten als gestern. Aufwachen und heulen. Ohne Grund. Wahrscheinlich einfach ein Morgenmuffel. Oder der Druck „ich werde große Schwester“. Es war wahnsinnig nerven zehrend. Mit Engelsgeduld habe ich alles versucht sie positiv zu stimmen. Aber sobald die Bürste, der Waschlappen oder das Anziehen an der Reihe war setzte es bei ihr aus. Da fehlt mir die Kraft zu! Jede Treppenstufe bis zum Auto war von einem Jammerheulen begleitet. Bis ich sie endlich in der Kita hatte war ich schon wieder so fertig. Dann drehte ich ihr den Rücken zu und sie heulte wieder los. Ich hatte aber keine Energie und Kraft mehr zum trösten, wollte nur noch weg. Ich lief also etwas kopflos die Kitatreppe herunter und knickte auf der letzten Stufe um. Heulend brach ich auf dem Boden zusammen. Direkt 3 andere liebe Mamas um mich herum. Leider hat Rumpelina die Situation von drinnen beobachten können und heulte noch mehr. Wurde aber schnell abgelenkt. Seufz. Nachdem ich mich beruhigt hatte, schaute ich nach meinem Fuß, der zum Glück nichts abbekommen hat. Das fehlte mir ja gerade noch. Zu Hause heulte ich noch ne Runde, beschloss dann aber meine Emotionen in den Wohnungsputz zu lenken und so strahlt nun das Bad, das Kinderzimmer, es wurde Staub gewischt, gesaugt und aufgeräumt. Später kam dann meine Mama als rettender Engel. Sie schimpfte mit mir, dass für sie bei der glänzenden Bude gar nichts zu tun sei. Sie ist ja auch gekommen um mit dem Töchterlein zu spielen! Wir besorgten auf dem Markt frisches Gemüse, holten die Tochter ab, kochten leckeres grünes Risotto und verbrachten einen herrlichen Sommertag im Garten. Wir machten riesen Seifenblasen und hatten jede Menge Spaß. Kind war ein wahrer Sonnenschein, so glücklich und zufrieden.

Beim Abholen in der Kita habe ich gleich gesagt, dass Rumpelina bis das Baby da ist ab sofort eine Stunde eher vom Papa gebracht wird, weil ich es nicht mehr schaffe. Vollstes Verständnis. Dann erzählten mir die Erzieherinnen, dass sie verkündet hat, dass sie noch einmal schlafen müsse, dann kommt das Baby. Und es wird ein Junge! Ich bin gespannt, ob mein kleines Orakelmädchen recht behält. Der Plan klingt auf jeden Fall wunderbar!

Und ich bin froh, dass sich der miese Start in den Tag in einen so wundervollen verändert hat und das ich ab morgen den Papa die Lütte bringen lasse. Denn das ging einfach über meine momentanen Kräfte hinaus.

Also wir harren der Dinge und sind gespannt was passiert!

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4 Gedanken zu “1 Tag to go!

  1. Du weißt gar nicht wie sehr ich momentan mitfühlen kann. Zwar nicht hochschwanger, aber genau das gleiche mit dem ständigen weinen. Ich bin so fix und fertig.
    Hoffe es wird bei euch bald besser und ihr könnt in Ruhe euer Baby bekommen und genießen!

  2. Ach, ihr Lieben! Ich denk an euch! Ich kenne das alles. Ist wohl so ein Mädchen-Ding! Ich muss euch warnen, dass das im dritten Lebensjahr gehäuft auftritt. Dieses „ich weiß auch nicht was los ist, alles ist blöd“-Gejammere. Da hilft nur Ohren zu (ja echt Ohrstöpsel) und durch, bzw. versuchen drüber wegzuhören. Ist alles nur eine Phase!
    Uns hat manchmal geholfen, direkt nach dem Grund zu forschen/fragen, versuchen diesbezüglich zu intervenieren oder auch durch gezieltes Durcheinanderbringen/ kurzes Ablenken um das Heulen kurzzeitig zu stoppen (ja auch mal laut auf den Tisch hauen um Dampf abzulassen, hilft da). Und letztendlich war ich an solchen Tagen immer froh, das Kind in der Kita abgeben zu können. Meistens ist es dann in er Betreuung nämlich längst nicht mehr so schlimm, da das Kind genug vom Selbstmitleid abgelenkt ist.
    Tja, wir haben gerade eine ausdauernde Provokations- und Grenzenaustestenphase hinter uns. Auch anstrengend. Seit zwei Tagen habe ich ein Goldkind zu hause. Vielleicht habe ich deswegen so aufmunternde Worte übrig. 😉

    • Oh die kleinen Ladys. Immerhin war ja der Rest des Tages sehr positiv. Lag aber auch daran das Oma und die Nachbarsmädchen da waren. So viel Ablenkung und Aufmerksamkeit tut ihr gut und sie genießt es. Aber das kann ich ihr alleine gerade nicht bieten. Seufz. Ich frage sie immer 10 mal was los ist. Sage sie soll sprechen statt jammern. Ergebnis sie jammert noch mehr. Sie scheint zu erwarten das ich es von alleine weiß oder so?

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