8 Tage to go!

Ich zähle schön Countdown und weiß ja doch, dass sich das Baby nicht genau an eine Zahl halten wird. So wie fast jede Schwangere hätte ich nichts dagegen, wenn sich das Bauchbaby vielleicht etwas vorher auf den Weg macht – wobei acht Tage ja gar nichts sind! Acht Tage. Das ist wirklich unfassbar. Diese Veränderung die dann eintreten wird kann man noch gar nicht begreifen. Wobei ich schon zum Mann sagte, diesmal ändert sich nicht unser komplettes Leben. Es wird im Großen und Ganzen so bleiben und wir müssen einfach neue Strukturen finden. Vor Rumpelinas Geburt war das ja ganz anders. Sie machte uns das erste mal zu Eltern. Ab da wurde wirklich alles anders. Auch wenn ich mir lange versucht habe einzureden, dass wir uns nicht groß ändern werden. Im ersten Jahr war das auch so, dass sich das „Würmchen“ in vielen Belangen uns angepasst hat. Es war egal, ob wir abends noch lange unterwegs waren. Sie schlief irgendwann beim stillen ein und schlummerte oft stundenlang friedlich im Kinderwagen. Ich erinnere mich an Abende im Biergarten, auf dem Weinfest oder am Lagerfeuer – nicht zuletzt unsere Hochzeitsfeier. Solange sie satt und frisch gewickelt war, war meistens alles gut. Wir besuchten im Urlaub weiterhin Museen und gingen viel spazieren. Der Mann und ich unterhielten uns stundenlang. Wir trafen regelmäßig unsere Freunde weiter. Aber je älter sie wurde, desto mehr richten wir uns nach ihr. Der Kontakt zu den kinderlosen Freunden schlief nach und nach ein. Man trifft sich jetzt mal alle halbe Jahre. Selbst wenn man Zeit hat, die Aktivitäten sind für kinderlose echt langweilig geworden. Beziehungsweise wir können nicht einfach mehr so abends mit zum Essen gehen gehen kommen oder eine Wanderung machen wo kein Spielplatz eingeplant ist. Zusammen ins Freibad? Ja klar geht das. Aber wir sitzen eben am Kinderbecken. Grillen bei Freunden im Garten? Einer rennt immer, denn dort ist nichts kindersicher. Und irgendwann überlegt man sich schon was man macht. Zum Glück haben sich hier echt neue Türen aufgetan und alle sind glücklicher, wenn das Kind mit einem anderen spielt, die Umgebung kindersicher und auch kinderfreundlich ist und keine Langeweile aufkommt. Auch die Gesprächsthemen sind für uns natürlich interessanter. Gleiche Lebenssituation, gleiche Sorgen, gleiche Freuden. Mein altes Leben kommt mir lichtjahre entfernt vor. Aber schön finde ich es auch, dass nach und nach einige Freundinnen nachziehen und auch Kinder bekommen, heiraten und ich freue mich sehr auf die wieder gemeinsame Zeit, die wir dann verbringen werden. Weil böse meint das ja gerade keiner. Heißt ja nicht, dass man sich nicht mehr leiden mag. Es passt nur einfach nicht.

Genug Gedanken schweifen lassen. Momentan geht es mir sehr gut. Klar kann ich es kaum erwarten, aber andererseits weiß ich, dass ich die Zeit nun auch noch gut rumbringe und ob es jetzt 3, 8 oder 12 Tage werden ist im Prinzip auch egal. Wenn man so lange durchgehalten hat und vor allem viel beschissenere Zeiten durch hat, geht es zumindest mir gerade am Ende richtig gut. Das Gefühl auf den Beginn einer Geburt zu warten ist unbeschreiblich. Man horcht in sich hinein, versucht jedes Ziehen einer Wehe zuzuordnen und macht sich Gedanken was passiert, wenn man genau jetzt einen Blasensprung hat. Jeden Abend geht man ins Bett und überlegt, ob es eine ruhige Nacht wird oder ob man vielleicht durch Wehen geweckt wird? Verabredungen werden schon unter der Prämisse „wenn das Baby bis dahin nicht da ist“ getroffen. Meine Energie ist gerade auf der Kurve recht weit oben. Der Nestbau ist abgeschlossen, die TodoListe ist abgehakt, innerlich fühle ich mich bereit. Ich habe Kraft für eine Geburt. Baby, du darfst echt kommen! Und ich bin sehr gespannt, welchen Tag und welche Uhrzeit du dir aussuchst um dich auf den Weg zu machen. Ja, auch wie lange es dauern wird und nicht zuletzt ob du nun ein Mädchen oder ein Junge bist.

 

Kleine Anekdote vom großen Töchterlein. Sie spielte heute morgen alleine mit ihrem Duplo Haus und sagte dann:
„Nein. Nicht bei Mama sitzen. Mama Aua Bauch, Baby. Bei Papa sitzen!“
„Mama jetzt müde. Mama Couch“

 

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Ein Gedanke zu “8 Tage to go!

  1. *hach* So fertig und bereit will ich mich dann auch fühlen. Bei der Prinzessin war ich es leider nicht, sie kam aber auch 2 Wochen vor Termin. Diesmal werde ich zusehen, dass wir dann alles rechtzeitig fertig haben. 😉
    Und dieses terminieren bis zum ET kenne ich auch. Bei mir ist in der Zeit danach auch ein großer weißer Fleck auf dem Kalender. 😉 Danach beginnt ja auch schließlich eine neue Zeitrechnung!
    Unser Freundeskreis hat sich durch den Umzug leider sehr verkleinert. Zu den GUTEN Freunden haben wir nach wie vor Kontakt und besuchen uns auch, ob mit ob ohne Kind auf deren Seite. Aber es stimmt schon, dass das Kinder haben mehr zusammenschweißt. Und dass – je älter wir werden – sich das Thema Kinderwunsch (auch zukünftig) sehr auf eine Freundschaft auswirkt. Wenn nämlich bei diesem Thema die Vorstellungen und Lebenswelten immer mehr auseinander triften, dann wars das eben (betrifft insbesondere die „ich will niemals Kinder-Freundinnen).

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