Unsere Große!

Wir Zeit mal festzuhalten wie sich die Rumpelina die letzten Monate entwickelt hat. Sie ist 2 Jahre und 3 Monate alt.

Motorisch ist sie super fit. Sie klettert, schlägt Purzelbäume, rennt, geht rückwärts, hüpft neuerdings mit beiden Füßen gleichzeitig hoch, liebt es ansonsten aber mit ihrem Hüpfball durch die Wohnung zu hopsen, geht Treppen vorsichtig ohne Festhalten hoch und runter. Wenn sie motiviert ist, kann sie auch lange Strecken gut alleine laufen. Doch durch meine Bewegungseinschränkung als Hochschwangere lauf ich kaum mit ihr, sondern bevorzuge es auch den kurzen Weg zur Kita mit dem Auto zurück zu legen. Dadurch wird sie auch faul und gewöhnt sich dran. Aber das werde ich ganz bald ändern und sehe mich schon mit Baby vor der Brust und Kind an der Hand zum Kindergarten spazieren und ich freue mich drauf!

Essenstechnisch hat sich auch viel getan. Sie kann nämlich mittlerweile richtig rein hauen. Wenn es ihr schmeckt nickt sie ganz unbewusst und sagt „Lecka!“. Hach, gibt es ein besseres Kompliment? Sie kann selbstständig und gut mit der Gabel umgehen. Das mit dem Messer versuchen wir hin und wieder aber bisher ohne richtigen Nutzen. Sie beißt nicht von größeren Stücken ab, sondern möchte bitte immer „Babystückchen“ geschnitten bekommen. Einmal war ich aber nicht schnell genug und konnte zusehen, wie sie auch die großen Nudeln ganz alleine essen konnte. Denke das ist auch Gewöhnungssache. Noch bekommt sie ihre „Babystückchen“.
Ihre Lieblingsspeisen sind: Brokkoli, Eier (heute probierte sie die Schale, die war nicht ganz so lecker), Nudeln in verschiedenen Variationen, Pfannekuchen, Möhrengemüse, Grießklößchensuppe mit frischer Gemüseeinlage, gegrilltes Gemüse, Apfel, manchmal Wurst und Schnitzel (manchmal lehnt sie es aber auch komplett ab), Spinat. Was sie gar nicht mag ist rotes Obst. Sie probiert es nicht mal. Ich finde es sehr schade, denn sie möchte partout keine Erdbeeren, Himbeeren oder Wassermelone essen. Was ihr da alles entgeht!!

Kleines Anekdötchen: Beim Abendessen auf dem Balkon hatte sie keinen Hunger und turnte lieber herum. Dann pflückte sie voller Begeisterung etwas Petersilie, legte diese auf ihren Teller, setzte sich hin und rief „Brokkoli, lecker!“. 

Sprachlich überrascht sie uns eigentlich täglich mit neuen Sätzen. Wir als Eltern kennen natürlich ihre Wörter, denke Außenstehende verstehen sie nicht immer, aber immer besser. Einige Buchstaben kann sie noch gar nicht aussprechen und das klingt auch echt niedlich, wenn sie immer von ihren „roten Duhe“ (Schuhe), „mein Duhl“ (Stuhl) oder ihrer „Dingda“ (Tante S.) spricht. Anfangs sagte sie z.B. auch „Popa“, aber von einen auf den anderen Tag konnte sie plötzlich Opa sagen und machte es nie wieder falsch – eigentlich schade, denn der Popa war schon echt süß! Sie weiß in ihrem gewohnten Umfeld eigentlich alles irgendwie zu benennen und auch durch Bücher lernt sie unheimlich viel. Ich staunte nicht schlecht, als sie plötzlich den Rüßel des Elefanten, den Flamingo oder den Pfau benennen konnte. Hat sie mit Papa gelernt. Oder sie lernt Wörter im Kindergarten. Sie singt auch unheimlich gerne und viel (muss sie von mir haben). Besonders am Telefon singt sie gerne alle Lieder die sie kann nacheinander. Kommt ein Vogel geflogen, Bruder Jakob, Alle meine Entchen, Hoppe hoppe Reiter, Häschen in der Grube, Schmetterling du kleines Ding, Backe backe Kuchen….die Melodien kann sie perfekt, oft braucht sie aber die Mama die die Strophe singt, und sie ergänzt dann die Wörter die sie kann. Macht viel Spaß und kann zum Beispiel beim Auto fahren gut ablenken.

Kleine Anekdötchen: 

Sie flitzt von einer Balkontüre durch die Wohnung zur anderen und ruft „Da bin ich!“ und lacht.

Ich laufe mit ihr durch den Rohbau des neuen Kindergartens beim Richtfest und sage „nichts anfassen“ – sie ergänzt lautstark „nur gucken!“.

Ich frage, ob sie mir aus dem Kasten in der Küche eine Flasche Wasser bringen kann. Kommt sie mit einer Bizzle anmarschiert und grinst „OOOPA!“ (trinkt er immer und war wegen meines Geburtstags noch im Haus). Sie rennt zurück, kommt mit einer Sprite in der Hand zurück und ruft breit grinsend „OOOMA!“ (trinkt sie immer). Finde ich total faszinierend wie sie solch kleinen Dinge beobachtet und zuordnen kann.

In der Kita läuft es richtig gut. Sie ist vom ersten Tag sehr gerne dort hingegangen und genießt es sichtlich sich dort in allen Bereichen austoben zu können. Wir haben so eine wundervolle kleine familiäre Gruppe gefunden, die ich jeden Tag als absoluten Glücksfall empfinde. Rumpelina liebt ihre Erzieherinnen alle gleichermaßen, eine vielleicht noch mehr. Sie konnte sehr schnell alle Kinder beim Namen nennen und mittlerweile erzählt sie mir sogar richtig zusammenhängende Geschehnisse von ihrem Vormittag. Zum Beispiel „Die Sara traurig. Alex hat geärgert. Sara geweint.“ Oder „Neues Mädchen traurig. Mama weg. Hat geweint„. Überhaupt machen weinende Kinder auf die einen enormen Eindruck. So schaute sie sich bei anderen Kindern ab, dass man ja weinen könnte, wenn die Mama sich wieder verabschiedet. Mittlerweile haben wir für uns eine neue Übergabe am Morgen gefunden. Ich gehe mit ihr in den Gruppenraum, sie darf nochmal kuscheln und dann sucht sie sich etwas aus, was sie spielen oder machen möchte. Wenn sie in der neuen Situation angekommen ist gehe ich. Dauert meist nur 5 Minuten und ist für mich mit einem viel angenehmeren Gefühl verbunden als ein schreiendes Kind an der Türe „abzuschieben“. Bin gespannt wie es mit dem Baby dann wird. Habe schon Bedenken, dass sie dann auch wieder mit nach Hause möchte. Die Abholsituation mittags ist immer sehr herzig. Sie ist ein richtiger Quatschkopf und merkt wenn sie Publikum hat. So rennt sie strahlend auf mich zu, umarmt mich und ruft so laut sie kann „MEINE MAMA WIEDER DA!!“. Sehr große Mama  Liebe :-). Ich genieße es und freue mich auch mein Sonnenschein wieder bei mir zu haben. Mit den anderen Kindern spielt sie sehr gerne und erzählt mir immer, wer da war, wer krank war und mit wem sie morgens spielen möchte.

Klar ist sie auch manchmal anstrengend. Die Einschlafsituation am Abend ist seit einem Jahr unverändert einfach ätzend. Erst gestern bin ich nach 45 Minuten total genervt aus dem Zimmer marschiert und habe an den Papa übergeben, der dann ein schreiendes, wütendes Kleinkind versuchen musste in den Schlaf zu bekommen. Nicht mein Lieblingsthema. Ich habe so viel versucht. Oft klappt es dann zwei Tage gut. Dann wieder nicht und immer wieder lassen wir uns neue Dinge einfallen. Nichts hilft dauerhaft. Anstrengend! Sehr nervig war auch ihre „Schmuuutzig-Phase“. Egal was, alles war plötzlich schmuuuuutzig und wild kreischend musste ich sofort ihre Hände abwischen. Sogar der Schaum in der Badewanne war schmuuutzig. Aber das scheint größenteils überstanden. Puh! Überhaupt hatte sie nach ihrem zweiten Geburtstag eine kurze trotzige Phase. Momentan ist sie sehr ausgeglichen und ein kleiner Sonnenschein (mit Ausnahmen natürlich :))

Endlich, vor allem auch durch die Kita hat sie gelernt sich auch mal selbst zu beschäftigen. Sie kann gut und gerne bis zu 45 Minuten alleine in ihrem Zimmer spielen. Oft sind es Rollenspiele „Arzt gehen“ – dann „Fieber Popo messen“, oder sie versorgt mit Liebe ihre Puppen (wickeln, schlafen legen, spazieren fahren, tragen, füttern,…). Sie schaut sich alleine Bücher an, hört das Hörspiel „Leo Lausemaus“, sie reitet gerne auf ihrem Schaukelpferd. Zusammen mit Erwachsenen puzzelt sie gerne, spielt Obstgarten oder andere erste Gesellschaftsspiele. Sie tobt gerne mit Papa durch die Wohnung, malen, basteln, kneten, liebt ihren Hüpfball und die Nachbarmädchen. Ihre Kinderküche nutzt sie ganz oft alleine, serviert ihren Puppen und Kuscheltieren ganze Menüs, aber sie liebt es auch mit ihrem Papa Restaurant zu spielen und verwöhnt ihn  dann mit vielen Leckereien. Ganz große Liebe sind Bücher. Wenn man anfängt eins vorzulesen, holt sie sofort 10 weitere und hört richtig gut zu. Interessant finde ich auch, dass sie schon lange jeden Buchrücken sofort zuordnen kann ohne das Buch aus dem Regal zu ziehen. Mit anderen Kindern spielt sie total gerne Fangen, verstecken, im Sand und mit den älteren Mädchen auch Rollenspiele wo sie das Baby sein darf/muss ;-). Große liebe Sind Seifenblasen, die kann sie nun auch endlich alleine Pusten.
Eher selten bis gar nicht spielt sie mit Playmobil oder Duplo, alleine im Sandkasten, alleine im Planschbecken. Bin gespannt wann die Phase kommt! Zur Zeit habe ich Playmobil und Duplo erstmal weggeräumt und hole es mal bei schlechten Wetter wieder raus. Mal abwarten.

Soviel zu meiner großen Liebe. Jeden Tag aufs neue ist es ein wunderbares Gefühl ihr beim Entdecken der Welt zuschauen zu dürfen und ihr Kinderlachen zu hören.

 

 

 

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2 Gedanken zu “Unsere Große!

  1. Hach, so spannend wie die Kleinen sich entwickeln und mit sprechen anfangen. Die Julimaus kann jetzt etwa um die 20 Wörter und das ist schon so süss.
    Wir haben hier gerade auch wieder Einschlafdrama. Dauert derzeit zwischen 15 Minuten und manchmal auch 2 Stunden! Wir testen gerade die Aprilbohne mit in ihrem Zimmer schlafen zu lassen. Mal sehen wie sich das entwickelt, ich werde berichten. Und zum Schluss: wie heisst es so schön, es ist alles nur ne Phase. Auch wenn diese mal wieder länger dauert… 😉

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