Großer Schrecken

Letzten Donnerstag blieb mir für einen Moment das Herz stehen. Wir verbrachten einen wunderschönen Tag bei Freunden mit Kindern. Die Kinder schliefen luxeriöserweise sogar alle zur gleichen Zeit, so dass wir Mamas in Ruhe Mittag essen und quatschen konnten. Dann tanzten die Kinder nackt durchs Wohnzimmer und posierten für ein lustiges Foto. Der Junge löste sich aus der ihm unangenehmen Umarmung meiner Tochter ohne bösen Willen und ich sah nur noch hilflos zu, wie mein Kind das Gleichgewicht verlor und mit dem Kopf auf einen niedrigen Tisch schlug. Der Sturz sah echt schlimm aus, direkt die Kante erwischt und sie schlug auf dem Hinterknochen beim Ohr auf. Tröstend drückte ich mein schreiendes Kind an mich. Entdeckte einen langen Striemen vom Hals bis zum Popo, da sie die Tischkante nackt herunter schlitterte. Nach 10 Minuten beruhigte sie sich, nahm brav Arnica und ließ sich wieder anziehen. Dann wollte sie gleich weiter spielen. Ich tastete aber noch den Kopf ab und entdeckte, dass Blut aus ihrem Ohr kam. OH MEIN GOTT. Das war so furchtbar. Ich bin echt hart im nehmen und so schnell haut mich nichts um. Aber Blut aus dem Ohr. Ich fing an zu zittern und packte sofort alles zusammen um ins Krankenhaus zu fahren. Ich wurde noch mit Rescuetropfen versorgt und wurde gefahren. Schnell den Papa verständigt und ab in die Uniklinik. Mittlerweile war es schon 19.00 Uhr. Wir wurden vom Notdienst ohne Warten direkt dran genommen. Das bluten hörte übrigens schnell auf. Das Kind war fit. Sie kooperierte bei allen Untersuchungen perfekt, wurde von allen Ärzten als absolut vorbildlich gelobt. Wir wurden noch in die HNO zur Untersuchung geschickt und hatten insgesamt das Glück nie warten zu müssen. Schnell kamen die erlösenden Worte, dass alles gut sei. Aber eine Nacht zur Überwachung wurden wir stationär aufgenommen. Ich war so erledigt, als ich schließlich um 21 Uhr mit ner fettigen Pizza in der Küche dort saß und meinen Bauchbewohner füttern konnte. Der Mann brachte mir alle notwendigen Sachen für eine Nacht und schnell schlief ich auf meiner Mütterliege neben dem Gitterbett der Kleinen ein. Auch sie erzählte nur kurz und fiel in den Tiefschlaf. Die Nacht war leider nicht ganz so erholsam. Ständig piepten Geräte, Kinder schrien oder mein Kind war wach. Aber egal. Am Ende zählte nur, dass alles gut war. Wir durften um 8 Uhr noch zur Kontrolle in die HNO, absolvierten noch einen einwandfreien Hörtest und haben einen Termin für eine Woche später bekommen. Damit waren wir wieder entlassen. Zu Hause schliefen wir erstmal 2 Stunden eng aneinandergekuschelt durch. Puh, so ein Schreck!

 

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5 Gedanken zu “Großer Schrecken

  1. Oh je, das war ja ein schlimmes Abenteuer! Mit Kindern macht man schon so einiges mit… aber Blut aus dem Ohr, das hätte mich ebenfalls in totale Panik versetzt. Wie unendlich schön, dass es nichts Schlimmes war und ihr jetzt alles überstanden habt!

  2. Nur beim lesen kommen mir schon die Tränen…nein, so was muss man nicht miterleben. Nein. Nein. Nein. Nichts passiert, welch Glück und der Schreck ist auch langsam verdaut, mhhh?

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