Essverhalten mit 10 Monaten

Hier ist der Knoten nun geplatzt. Die Kleine isst nun richtig mit.

Aber ich nutze mal den Eintrag, um festzuhalten, wie wir das überhaupt alles gehandhabt haben mit dem Essen. Ich habe fast 6 Monate voll gestillt. Ich gab der Kleinen ab und an mal etwas essbares in die Hand. Es wurde auch abgelutscht. Aber mehr passierte auch nicht. Dann kochte ich voller Euphorie den ersten Brei. Es sollte saisonbedingt Kürbis geben. Das war eine spannende Erfahrung für uns drei. Aber richtig viel wurde nicht gegessen. So ging das dann ein, zwei Wochen. Ich versuchte noch Kartoffel, Karotte und Pastinake. Es wurden immer nur zwei Löffelchen probiert und dann hat sie den Löffel vehement von sich geschoben und den Kopf möglichst weit weg gedreht. Trinken bekam sie in einem Trinklernbecher Fencheltee. Auch hier wurde mehr drauf herumgekaut. Da ich ja weiterhin stillte, machte ich mir keine Sorgen und gab ihr die Zeit, die sie brauchte. Weil sie aber mein selbst gekochtes Zeug wohl nicht mochte, habe ich dann doch mal zum Gläschen gegriffen. Ach, sieh an. Es schmeckte ihr plötzlich. Jedoch war das Mund öffnen immer schwierig und es dauerte teilweise richtig lange so eine Mahlzeit. Bis ich Schinkennudeln ausprobierte. Das und Spaghetti Bolognese fand sie super und konnte den Schnabel plötzlich gaaanz weit öffnen. Ich bin übrigens Vegetarier und für mich kam aber nie in Frage ihr von Anfang an kein Fleisch anzubieten. Es soll im angemessenen Rahmen liegen und ich werde auf Bioqualität achten. Aber ansonsten darf und soll sie das später selbst entscheiden. Abends führten wir einen 4-Korn-Milchbrei ein und rührten ein bisschen Obst unter. Das war schnell ihr Favorit und wurde gerne gegessen. Morgens rührte ich ein Babymüsli an. Auch das schmeckte eine Zeit lang ganz gut. Bei fast jedem Essen bekam sie auch von unserem Essen was angeboten, kaute auf Pizzarändern herum oder saugte Nudeln ein. Als Snack gab es Zwieback, Babykekse, Brezel oder diese Maiskringeldinger. Das war das erste Essen, welches sie mit ihren Händchen sichtlich amüsiert gegessen hat.  Aber zum satt werden brauchte sie weiterhin die Gläschen oder die angerührten Breie.

Beim Frühstück hat es nun angefangen, dass sie gar nichts von ihrem Brei probieren wollte, stattdessen sehr gezielt auf mein Müsli starrte. Ich esse zur Zeit gerne ein Waldbeermüsli von Alnatura. Ich gab ihr meinen Löffel zum probieren und sie wollte immer mehr. Am Wochenende gab es dann Brot/Brötchen und auch hier hat sie mit etwas Frischkäse bestrichen begonnen ein Stückchen nach dem anderen zu kauen. Vorher spielte sie mehr mit dem essen. Jetzt nimmt sie die Stückchen gezielt in die Hand und direkt in den Mund. Mittags isst sie schon mal eine Gemüsesuppe, Nudeln, Kartoffeln, gedünstetes Gemüse oder was auch immer geeignet ist mit und ist einfach glücklich. Trauben hat sie auch für sich entdeckt. Sie pflückt sie ganz alleine ab und steckt sie der Mama oder sich selbst in den Mund. Eine nach der anderen. Zucker! Gestern Abend waren wir beim Italiener. Und ich packte ihren Brei gar nicht erst aus. Sie hat wie eine große mit gegessen. Von jedem Teller etwas.

Trinken klappt seit dem auch besser. Vermutlich hat sie nun auch einfach mehr durst. Aber ich habe auch einen neuen Becher gekauft. Mit dem klappt es am besten. Sie greift immer selbstständig danach und setzt ihn wieder ab. Nichts tropft und er reicht momentan genau für einen Tag. Sie bekommt momentan nur Tee und scheint damit zufrieden.

Bin sehr zufrieden und happy mit der Entwicklung und freue mich schon, wenn sie komplett bei uns mit essen kann und ich unser Essen auch wieder schön würzen kann 🙂

Abends und Nachts wird übrigens weiter fleißig gestillt. Das ist momentan für uns noch das richtige und lass mir da auch nicht reinreden.

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14 Gedanken zu “Essverhalten mit 10 Monaten

  1. Das hört sich doch alles super an! 🙂 Bei uns klappte das richtige „Essen“ bzw. „Kauen“ auch erst als die Backenzähne da waren. Vorher ist Brei einfach die beste Sache um satt zu werden. Weshalb ich reines BLW z.B. nicht so sinnvoll finde, sei denn man möchte weiterhin stillen (aber eigentlich geht es ja darum die Milchmahlzeiten durch Essen zu ersetzen, oder?). Aber das muss jeder slbst wissen.
    Ihr macht das super. So entspannt sollte es laufen. Die Kleinen nehmen sich schon was sie brauchen. Das musste ich auch erst lernen (mit einem Ess-Spatz).

    So richtig selbstständig und mit Appetit (und vertretbare Mengen!) isst die Kleinste übrigens auch erst seit 2-3 Monaten, also mit ca. 19 Monaten. Vorher war das oft ein Kampf, bzw. ihr wurde zu schnell langweilig. Es scheint als habe sie erst jetzt ein richtiges „Hunger/Sattessen-Gefühl“ und Spaß fürs Essen entwickelt. Und ihre Geschmacksnerven haben sich verfeinert, da sie nun richtige Vorlieben (aber gottseidank noch keine richtigen Abneigungen) für bestimmte Lebensmittel entwickelt hat. „Hmmm…“ (=lecker) und „Hamm…“ (=Essen wollen/mehr) sind der beste Beweis dafür. 😉

    Ich kenne übrigens auch Kinder die mit knapp zwei noch nachts ihre Milch brauchen. Das sind meist die, die sich tagsüber noch nicht genug satt essen. Aber auch das wird kommen. Bei uns gibt es die Nachtmahlzeit schon sehr lange nicht mehr, was aber einfach auch am tiefen Schlaf der Prinzessin (das hat sie gottseidank von mir) und dem Schnuller nachts als Nuckelersatz liegt.

  2. Oh unsere macht auch manchmal Mhhhhmmmmm. Das ist echt zu süß! Sie hat ja immer noch gar kein Zähnchen. Bin total erstaunt, wie sie das Essen überhaupt runter bekommt. Aber irgendwie schafft sie das. Sie freut sich bestimmt, wenn sie endlich Werkzeug im Mund hat 🙂

  3. Das klingt nach einem sehr entspannten Abenteuer Essen. Ich finde die Entwicklung in vier Monaten unheimlich toll, so von nur stillen bis zu Mama das Müsli wemuffeln 😉

  4. Das hört sich wunderbar entspannt an, so mache ich es mit unserer Tochter (6,5 Monate) grad auch (obwohl sie vermutlich alles essen würde/wird;))
    Darf ich fragen, ob der Trinklernbecher Deiner Meinung nach auch für ihr Älter schon was ist? Hab schon so einige Modelle durch… Und wenn’s nicht zu persönlich ist: Wie oft stillt Ihr abends/nachts denn noch? Ich wollte, wenn G. im Alter Deiner Tochter ist, evtl mal ein Wochenende wegfahren…
    Danke und herzliche Grüße von einer bislang stillen Leserin

    • Der Becher ist so aufgebaut, dass er verschiedene cups hat die man mit zunehmenden alter des Kindes austauscht. Bzw einen neuen kauft. Habe auch mit dem cup 1 begonnen. Interessanterweise hat sie aber erst mit dem 2. Cup richtig gut und v.a. Alleine getrunken. Ich stille sie meist zum einschlafen und dann nachts ca. alle drei Stunden. Wegfahren ohne sie geht halt nicht. Aber ich kann abends schon mal bis Mitternacht wegbleiben und fühle mich noch gut damit. 🙂

      • Dankeschön, das scheint ein kaufenswerter Becher zu sein!

        Mein Wellnesswochenende ohne Kind muss ich dann wohl auf später verlegen, das liest sich nämlich alles ganz genau so wie bei uns…bin gespannt, wie tagsüber arbeiten bei solchen nächtlichen Stillabständen dann mal funktioniert…

      • Ich denke jedes Kind mag einen anderen Becher. Muss man einfach ausprobieren. Ich plante im Sommer auch im Dezember ein wellness Wochenende mit Freundinnen zu verbringen. Je näher der Dezember rückte, desto klarer war, dass es nichts wird. Wollte dann wenigsten den ganzen Samstag dazu stoßen. Und dann? Wurde ich krank – Hexenschuss. Super…aber so ist das nun mal. Vielleicht nächstes Jahr 😉

  5. Das find ich super interessant. Mache mir aktuell immer mal Gedanken wegen des Essens, weil das Julimädchen nicht wirklich Interesse hat. Sie isst den Brei zwar, aber macht den Mund nicht mehr ordentlich auf und ist von allem schnell abgelenkt.
    Kann mir noch gar nicht vorstellen, dass sie bald richtig essen wird.
    Danke fürs Teilen deiner Erfahrung. 🙂

    • Oh ja genau so war es hier auch. Fand das Füttern immer sehr anstrengend. Und es gab Phasen, da wollte sie einfach nichts. Um so schöner ist die jetzige Phase – und die kommt schneller als du glaubst 🙂

    • War hier genauso so… die Essensschwierigkeiten in den ersten Monaten… hat laaaaange gedauert bis sie überhaupt ein 200g-Gläschen ganz verputzt hat. Machnmal half übrigens NACH dem Mittagsschlaf füttern, da sie dann ausgeruhrter, geduldiger und hungriger war.

      Selbstgekochtes mochte die Prinzessin aber immer schon lieber als die Gläschen. Und ich habe recht bald wenig gesalzen, da ich merkte, dass sie auf herzhaft steht. Hast du schon mal Kürbis (z.B. Hokkaido) probiert? War hier lange Zeit der Hit (Lieblingsmenü war Kürbis-Kartoffel-Lachs-Brei). Und ja, ich habe auch gehört, dass einige Babys den Abendbrei (Hirse, Gries, Hafer, Vierkorn etc.) lieber mögen…

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