Lieblingsbeschäftigungen mit 9 1/2 Monaten

Was macht ein kleines Kind mit neuneinhalb Monaten so den ganzen Tag? Nun, man möchte meinen, sie spielt mit den vielen schönen Spielsachen. Aber nein, diese sind schon seit langer Zeit langweilig. Denn damit spielt Mama ja auch nicht.
Also wenn wir morgens ins Wohnzimmer gehen, wird einmal durch den ganzen Raum gewirbelt. Das heißt, ihre Kiste wird einmal ausgeräumt, im Bücherregal zieht sie zielsicher ihr großes Wimmelbuch heraus und spielt meistens mit einem Rasselei oder ähnlichem, Hauptsache es macht Krach ääh Musik. Nach etwa 30 Minuten wird das zu langweilig und es wird mal nach der Mama geschaut. Also schnell zur Couch gekrabbelt, hochzogen und losgeplappert. Babababa, Mamamamama, Dadadaaa,…. Die Laute werden immer fordernder bis Mama sie hoch nimmt. Dann möchte sie gar nicht mit Mama spielen oder kuscheln. Wer will tagsüber bitte mit Mama kuscheln? Sie wollte nur an die Fernbedienungen und an das Smartphone. Das Strickzeug liegt da ja auch noch rum ach und die Heizung ist auch super interessant.
Dann geht es zum frühstücken. Aber hey, den Babybrei kann sich Mama in die Haare schmieren, oder sie erledigt es gleich selber. Sie möchte bitte gerne das selbe frühstücken wie Mama. Also bekommt sie schließlich vom großen Löffel Müsli. Lecker! Schnell den Mund ganz weit öffnen. Diese Erwachsenen Löffel sind ja auch viel größer und es schmeckt besser. Und wehe Mama versucht heimlich den dritten Löffel mit dem Brei zu befüllen. Das merkt sie fei!
Nach dem Frühstück geht es mal ins Arbeitszimmer und das Kind wird im Laufstall abgesetzt. Protest!! Da will sie nicht rein. Muss sie aber. Na gut, dann spielt sie eben doch mal mit ihren Spielsachen. Nach ca. 10 oder 15 Minuten ist auch das öde und es wird sich mal schnell ans Gitter gestellt und geschaut was Mama so macht. Schon wieder an der doofen Nähmaschine. Nachdem das Beobachten auch langweilig wird könnte sie mal wieder etwas lauter motzen ääh rufen. Also macht Mama mal Musik an. Das gefällt ihr und lenkt sie ein bisschen ab. Manchmal spielt sie sogar wieder eine weile. Irgendwann wird der Protest aber zu groß und sie darf durchs Arbeitszimmer krabbeln. Eigentlich keine so gute Idee. Denn dort gibt es viele Ecken die nicht so ganz 100% fürs Kind gedacht sind. Aber das Kind ist beschäftigt und Mama kann diese verflixte Hose fertig nähen. Also untersucht das Kind die Kabel, räumt die Mülleimer aus, öffnet den Rollcontainer und macht ihn wieder zu und wieder auf und wieder zu und….zwischendurch immer an Mamas Bein ziehen oder reinbeissen. Okay, hilft nicht, Mama näht immer noch. Dann entdeckt das Kind das absolute Lieblingsding. Den Drucker. Der steht genau auf Augenhöhe wenn sie sich hochzieht. Er hat genau einen Knopf und wenn man da drauf drückt kann man den Drucker wecken und er macht Geräusche – spannend! Manchmal schafft sie es sogar, dass der Drucker ein Probeblatt ausspuckt. Das ist total spooky. Also immer mal wieder hin, Knopf unterschiedlich oft und lange drücken, vielleicht kommt ja wieder neues Spielzeug raus. Ist Mama fertig mit nähen und macht noch eine Kleinigkeit am Rechner, darf die Kleine mit auf dem Schoß sitzen und versucht natürlich alles am Schreibtisch zu erobern. Schere,  Stifte, Tacker sind großes Nein. Maus, Tastatur und Tesafilm sind auch nicht erlaubt. Einen alten Taschenrechner kann sie haben, mittlerweile gibt es sogar eine alte Tastatur. Alles nicht so spannend, wird nämlich von Mama auch nicht benutzt.So, dann bringt Mama sie ins Bett. Weil das war ja schon alles ziemlich ermüdend und sie hat sich lange die Augen gerieben. Im Bett streichelt Mama ihr Bäuchlein bis sie schläft. Klappt gut. Nach dem Aufwachen hat sie besonders gute Laune. Lacht Mama an und spielt schön mit ihr. Dann wird auf Mama herumgeklettert, ihr Gesicht mit Nase, Augen, Haaren, Ohren und Mund genau untersucht. Schließlich gibt es bald Mittagessen. Schon wieder Gemüse? Nee, will sie nicht!! Seufz. Dafür macht es Spaß die angebotenen Hirsekringel so oft als möglich durchzubrechen. Das ist lustig und macht Sauerei. Dann geht es mit Mama mal raus. Einkaufen oder spazieren. Einkaufen ist besonders toll, weil da flirten manchmal ältere Menschen mit ihr! Am späten Nachmittag beginnt Mama schon mit den Vorbereitungen zum Abendessen. Also einmal die ganze Küche unsicher machen: Papierkorb ausräumen, Schubladen auf und zu auf und zu, den Wasserkasten durch die Küche schieben, an Mamas Bein ziehen und hinstellen, Flaschen ausräumen und auf den Boden hauen. Irgendwann gibt es dann auch für das Kind wieder Abendbrei. Der schmeckt anscheinend richtig gut, oder aber sie hat nach dem anstrengenden Tag echt Hunger bekommen. Dann noch schnell mit Papa kuscheln und spielen und dann geht es wieder ab ins Bett. Das war ein schöner Tag.

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “Lieblingsbeschäftigungen mit 9 1/2 Monaten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s