7 Monate

Mein Augenstern, heute bist du genau 7 Monate bei uns. Es ist wirklich so, dass jede Woche, jeder Tag noch schöner wird. Auch diesen Monat habe ich das Gefühl, dass du wieder unheimlich viel gelernt und dich sehr verändert hast. Langsam aber sicher verlierst du das Babyhafte und wirst zum Kleinkind. Aber ein bisschen dauert das noch.

Das schönste Geschenk für mich war dein munteres Geplapper. Von einen Tag auf den anderen wachst du plötzlich auf und „sagst“ Mama, Mamama, Papa, Papapa, Baba, Oooma, Daadadaa… auch wenn du und noch nicht gezielt mit Mama oder Papa ansprichst sind wir noch jedes mal sehr berührt, wenn es dir wieder rausrutscht. Besonders oft plapperst du morgens im Bett, beim wickeln oder wenn du dich ganz unbeobachtet fühlst und es dir einfach gut geht.

Die kleine Faulina in dir taut langsam auf und wird neugierig. Du beginnst die Welt nun auch motorisch zu entdecken. So hast du uns gezeigt, dass du sich sowohl auf den Bauch als auch wieder zurück auf den Rücken drehen kannst. Aber du willst meist nicht. Es muss schon ein sehr großer Anreiz da sein, um dich zu Turnstunden motivieren zu können. Dafür bist du ziemlich geschickt mit deinen Händen. Was du damit nicht alles hochheben, greifen und werfen kannst. Am allerliebsten sitzt du auf deiner Krabbeldecke oder dem Sofa wenn ich neben dir bin. Dann kannst du dich richtig lange alleine mit deinen Spielsachen oder eben genau damit beschäftigen, was eigentlich nicht für dich gedacht ist. So streckst du dich, robbst vorwärts  setzt sich wieder hin, nur um an mein Smartphone oder die Fernbedienung zu kommen. Dann hältst du sie wie eine Trophäe in die Luft und winkst damit. Dabei kannst du urkomische freudige Geräusche produzieren. Unendlich süß. Manchmal lasse ich dir für kurze Zeit deine Eroberung. Bisher zeigst du keine Trotzreaktionen wenn man dir wieder etwas wegnehmen möchte. Lass dir noch Zeit damit. Deine liebsten Spielsachen sind Wasserflaschen, Hausschlappen, die Sophie, Becher, dein Stoffbuch und eine Kinderwagenkette. Jeden Morgen bekommst du den Nachtgeist von IKEA in die Hand gedrückt, damit ich in Ruhe Zeit habe wach zu werden. Dann hältst du ihn in deinen Händen und strahlst ihn und mich an. Zucker!
Seit ein paar Tagen schiebst du dich rückwärts durch den ganzen Raum und schimpfst ganz schrecklich dabei. Du bist nämlich total wütend, dass es nicht vorwärts geht. Das wirst du wohl noch lernen! Du hast aber auch eine Taktik entwickelt dich im sitzen vorwärts zu schieben. Dann beugst du dich nach vorne, ziehst dich mit den Armen ein Stück vor und setzt dich wieder hin. Manchmal geht auch ein Beinchen mit. Aber eines bleibt als sicherer Anker unter deinem Poppes. Bloß nicht umfallen heißt hier dein Motto. Das gefällt dir nämlich auch gar nicht.

Das Füttern und Essen klappt immer besser. Einerseits hast du dich einfach an den Geschmack und die Tätigkeit des Essens gewöhnt, andererseits habe ich auch herausgefunden was schmeckt und was nicht. Obst liebst du über alles. Da gehen so ziemlich alle Sorten. Die Banane wird auch gerne am Stück mit dem Papa geteilt. Zum Abend gibt es Vierkornbrei mit Obst vermischt und schmeckt dir auch sehr gut. Mittags gibt es Gemüse und dort am liebsten buntes Allerlei. Kürbis und Kartoffel war nicht so der Hit. Aber wir werden es nochmal probieren. Das Essen kann je nach Stimmung einigermaßen flott gehen, sich aber auch ewig hinziehen. Du kannst den Mund ganz weit öffnen oder den Kopf wegdrehen und den Mund zukneifen. Du kannst mir den Kürbisbrei wieder ins Gesicht pusten und dabei lachen. Du ruderst manchmal ganz heftig mit deinen Ärmchen oder versuchst den Löffel zu greifen. Als Fütterinstanz hast du langsam endlich auch deinen Papa akzeptiert. Die Mahlzeiten machen dich endlich satt und nach und nach haben wir das Stillen dadurch ersetzt. Tagsüber gibt es meist Pausen von 5-8 Stunden. Ich würde das gerne zuverlässig nach und nach ersetzen. Denn für mich ist es auch immer mehr wichtig auch mal für ein paar Stunden weggehen zu können. Die Stillabstände Nachts sind nach wie vor hoch. 3-6 mal meldest du Bedarf an. Manchmal lässt du dich mit Kuscheln wieder in den Schlaf bringen. Seit ein paar Tagen hast du ein neues Bett. Das zeige ich aber mal in einem anderen Beitrag.

Du warst diesen Monat bei der U5 und hast deine erste Impfung erhalten. Die hast du total gut weggesteckt und keine Reaktion gezeigt. Leider wurdest du dennoch krank. So hattest du vorgestern fast 40°C Fieber und lagst eine ganze Nacht röchelnd wie ein Bachofen auf mir. Du hast mir so leid getan. Das war keine schöne Erfahrung, aber es gehört dazu. Nach zwei Zäpfchen ging es dir wieder besser und heute hast du nur noch einen kleinen Schnupfen.

Du liebst Musik. Zum Einschlafen gibt es oft dein Wiegenlied oder aber eine Regenapp. Tagsüber schläfst du oft in deinem Laufgitter zu A-ha oder Alanis Morissette ein. Möchtest du Spaß haben singe ich dir mir sämtlich bekannten Kinderlieder vor oder wir tanzen zur Musik. Dann patscht du mit deinem Ärmchen im Takt mit und strahlst über das ganze Gesicht.

Überhaupt wird das Lachen immer mehr. Du bist du interaktiv geworden. Du suchst von dir aus den Kontakt zu uns indem du knurrst, lachst, patscht – und reagieren wir lachst du aus vollen Herzen. Dabei ziehst du manchmal deine Nase ganz kraus und grunzt herum.

Ach ich könnte noch so viel mehr schreiben. Du bereicherst mein Leben. Es macht alles so wahnsinnig viel Spaß. Obwohl die Tage auch immer anstrengender werden. Denn du forderst mich mehr. Du akzeptierst zu beipiel kaum das ich den Raum verlasse. Du schläfst zur Zeit tagsüber nur in der Manduca. Abends brauchst du gerade sehr lange zum einschlafen. Es gibt gute und es gibt weniger gute Tage. Aber ich bin so stolz auf dich und freue mich jeden morgen in dein lachendes Gesicht zu blicken. Ich liebe Dich!

 

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2 Gedanken zu “7 Monate

  1. Schon immer liebe ich Monarsberichte und zwischenzeitlich freue ich mich immer auf alles was bei uns dann auch bald sein wird…das erste Mama ist umwerfend, nech? 🙂

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