Der große Tag

Da ist er nun. Der Countdown ist abgelaufen und der sogenannte errechnete Termin ist erreicht. Ein komisches Gefühl. Es gab schon viele Tage auf die ich in meinem Leben hingefiebert habe: Geburtstage, Weihnachtsfeste, 18. Geburtstag, letzter Schultag, letzter Arbeitstag und viele mehr. Diesmal habe ich mehr als 9 Monate darauf gewartet mein Kind zu bekommen. Damit wird sich diesmal aber mein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Spannend dabei ist ja, dass ich diesmal zwar ein Datum genannt bekommen habe, aber von Anfang an wusste, dass sich das Kind erst auf den Weg macht, wenn es wirklich bereit ist. Mir war relativ klar, dass Rumpelchen nicht früher kommen wird. Das sagte mir mein Bauchgefühl. Spaßeshalber sagte ich immer „das wird ein kleiner Aprilscherz“. Wäre ja gut möglich. Aber je näher der ET rückte, desto deutlicher wurde mir, dass ich Rumpelchen gerne eher in meine Arme schließen möchte. Dann drohte mir die Ärztin  schon mit einer Einweisung zur Einleitung nach ET +7. Hinzu kommen die ständigen CTGs und die zunehmenden Anrufe der mitfiebernden Freunde und Verwandten. Um den ganzen Stress zu entgehen wäre doch eine Punktlandung perfekt ;-).

Bisher habe ich ja wirklich gar nichts gespürt. Vielleicht ein paar minimini Senkwehen. Gestern Abend dann ab und zu ein ziehen im Unterleib. Heute habe ich wunderbar geschlafen, fühlte mich heute morgen top fit. Der Liebste legte sich nach dem Duschen nochmal kurz zu mir, kuschelte sich an mich und flüsterte liebevoll: Rumpel, du kannst jetzt kommen!!

Als wenn Rumpelchen das gehört hätte begann es wieder leicht zu ziehen. Noch habe ich es nicht gewagt das ziehen „Wehe“ zu nennen. Ich wollte erstmal abwarten. Gut gelaunt putzte ich die Küche, räumte ein wenig auf und ging erstmal duschen. Das Ziehen wurde regelmäßig. Heute stand ja noch ein Routinectg auf dem Tagesprogramm. Zwei Mini Wehen, die ich auch als Ziehen gespürt habe waren zu sehen. Dem Kind geht es super. Zu Hause kam gleich meine Mama. Denn wir wollten heute den Tag zusammen verbringen, ein bisschen spazieren und was leckeres Essen. Es gab das erste Eis des Jahres. Das Frühlingswetter war herrlich. Wir beobachteten Enten und Schwäne am Main. Alle 7 Minuten im Durchschnitt musste ich stehen bleiben, kurz atmen, das Ziehen abwarten und weiter ging es. Ja doch ich glaubte langsam an Wehen. Zu Hause habe ich dann beschlossen, dass dies kein Fehlalarm wird und ich ganz ganz bald Rumpelchen in die Arme schließen werde.

Der Liebste kam von der Arbeit nach Hause. Ich habe ihn ganz normal arbeiten lassen. Was soll ich ihn nervös machen? Ich bereitete ihn vor: „es könnte sein, dass Rumpelchen bald da ist„. Was sagt der Liebste? „Oh dann leg ich mich besser nochmal aufs Ohr„. Jaaaa tolle Idee ;-).

Nun veratme ich also Wehe um Wehe und versuche es so lange wie möglich hinauszuzögern ins Krankenhaus zu fahren. Aber vorher gibt es noch „das Bad der Entscheidung„. Drückt mir die Daumen, dass es kein Fehlalarm ist!!

Und fragt mich nicht, wieso ich jetzt blogge. Ablenkung, Internetsüchtig, einfach um meine Gedanken festzuhalten? Wahrscheinlich von allem ein bisschen :-).

 

 

 

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4 Gedanken zu “Der große Tag

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