Gedanken zur ambulanten Entbindung

Schon lange geistert die Idee in meinem Kopf herum ambulant zu entbinden. Der Hauptgrund ist wohl, dass ich mich in Krankenhäusern furchtbar fühle. Zu viele negative Erinnerungen, Unruhe, Ärzte und Schwestern die mir Medikamente geben wollen die ich gar nicht möchte, jemand anderes diktiert meinen Tagesablauf, kein Einzelzimmer… in meinem Kopf ist eine Entbindung etwas vollkommen natürliches und keine Krankheit. Schon die ganze Schwangerschaft verlief wunderbar und ohne ernstzunehmende Komplikationen.

Nun rückt die Entbindung immer näher – heute sind es zum ET 15 Tage! Heute habe  ich zwei Stunden in der Klinik zur Anmeldung verbracht und wurde zu so vielen Leuten geschickt. Zwei verschiedene Hebammen, eine Gynokologin und ein Anästhesist. Die Flure riechen schon förmlich nach Krankenhaus und ich kann mich beim besten Willen dort nicht wohl fühlen. Die Kreißsaalführung hat mir hingegen bereits vor ein paar Wochen gut gefallen. Dort herrschte eine ruhige, sanfte Atmosphäre. Als ich das Bett, den Gebärhocker, das Seil usw. gesehen habe, konnte ich mir gut vorstellen dort mein Kind zu bekommen. Eine Hausgeburt traue ich mir beim ersten Kind nicht zu. Zumal ich echt Schmerzempfindlich bin. Wo wir beim nächsten Thema wären: PDA – ja oder nein? Die Aufklärung heute hätte sich der Arzt auch schenken können. Der war überhaupt nicht bei der Sache und was er mir erklärte wusste ich mittlerweile auch schon. Grundsätzlich habe ich vor keine PDA haben zu wollen, würde aber bei heftigen Schmerzen oder wenn mir alle dazu raten wohl doch einwilligen. Aber man kann ja erstmal vom besten ausgehen. Think positive!

Das Kindlein ist übrigens weiterhin sehr konsequent betreffend des Outings. Wieso sollte es beim letzten Ultraschall der Schwangerschaft plötzlich preisgeben was es denn ist? Ha! Ist doch viel spannender Mama und Papa noch ein wenig auf die Folter zu spannen. Ich würde sagen mein Kind hat Charakter ;-).
Es turnte aber fleißig herum, wiegt round about 3 Kilo und soll 49 cm groß sein…Köpfchen sitzt schön tief. Also es könnte und darf tatsächlich bald losgehen!

Wie bei allem lass ich nun alles relativ gelassen auf mich zukommen. Planen bringt ja nicht viel, weil erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das habe ich schon so oft in meinem Leben erfahren. Daher warte ich die Entbindung ab, schaue wie es dem Kind und mir geht und entscheide dann. By the way: kann man überhaupt nach Hause wenn man eine PDA hatte? Die Fragen fallen mir natürlich immer erst nach dem Arzttermin ein ;-).

 

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4 Gedanken zu “Gedanken zur ambulanten Entbindung

  1. Ich glaube du kannst nach einer PDA auch nach Hause, wenn du willst. Im Zweifel musst du dann irgendwas unterschreiben, von wegen eigene Verantwortung und so. Vielleicht musst du auch erstmal Pipi machen, damit die sehen, dass das funktioniert. Könnte ich mir vorstellen. Ansonsten lässt die Wirkung der PDA ja recht schnell nach. Kann mir nicht vorstellen, dass sie dich deswegen da behalten müssen.

    Ansonsten kann ich nur sagen: lass es auf dich zukommen. Wenn du so eine Geburt erlebst wie ich, dann bist du froh, wenn du dort ein paar Tage umsorgt wirst. Und ich finde Krankenhäuser auch furchtbar.

    Hui, nun ist es ja wirklich bald soweit! Spannend! 🙂

  2. entscheide spontan, würde ich sagen. ich hasse krankenhäuser, war mir aber bei der tochter sicher, dass ich dort bleiben wollen würde. an nichts denken, in ruhe ankommen, keinen haushalt um die ohren haben, den besuch empfangen können ohne vorher noch den boden zu wischen… das alles schien mir ziemlich verlockend 😉 aber ich hielt es nicht aus. es ging mir gut und die tatsache, dass der mann jeden abend irgendwann nach hause gehen sollte und ich plötzlich alleine dieses kleine bündel verantwortung durch die nacht bringen sollte, natürlich unter den strengen augen sämtlicher schwestern.. das ertrug ich nicht. und so blieb ich gerade mal 18 stunden nach der entbindung im kh und verschwand dann selig nach hause 😉
    die pda sollte übrigens nicht das problem sein.

  3. Danke für deine Gedanken, ich spiele nämlich auch mit der Option „ambulante Geburt“ und eigentlich will ich eine PDA -sollte sie denn nötig sein- daher hatte ich grade den gleichen Gedanken wie du. Aber deine Kommentatoren scheinen da ja ganz zuversichtlich zu sein.

    LG,
    Kat mit Motti

  4. Ja danke für die lieben Worte. Werde das wohl erst spontan entscheiden können. Aber der Plan für zu Hause mit Rundumversorgung steht auf jeden Fall. Meine Hebamme steht da auch voll dahinter und das wird schon alles irgendwie werden.

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