Realisieren

So wie es aussieht, bin ich tatsächlich schwanger. Schwanger? Ja, schwanger! So etwas zu begreifen, zu realisieren finde ich unheimlich schwer. Was hatte ich für Vorstellungen vom schwanger-sein? Das ich ständig gut gelaunt herumlaufe, mich unendlich freue, es kaum erwarten kann bis 9 Monate vorbei sind..ja so ähnlich.

Tatsächlich fühle mich sehr schwanger. Seit mindestens zwei Wochen kommen jeden Tag irgendwelche anderen Schwangerschaftswehwehchen dazu. Angefangen hat alles mit meinen Brüsten. Da las man ja vorher ganz viel. Von wegen sie spannen. Schon ein paar Monate vorher habe ich am Ende des Zyklus immer geschaut und geprüft, ob meine Brüste spannen. Aber jetzt, wo ich weiß, wie sich das anfühlt brauche man da nicht vorsichtig prüfen. Konnte noch nicht mal mehr meinen Freund vernünftig umarmen, da sie sonst gleich höllisch wehtaten.. nun gut. Wenn das alles ist komm ich damit gut zurecht. Aber denkste… als nächstes kam die Geruchsempfindlichkeit. Ich konnte nichts mehr riechen. Gar nichts. Vor allem kein Essen. So kam es, dass ich mehrere Tage die Küche nicht mehr betreten konnte. So was gibts noch? Achja die Müdigkeit. Ich bin auf Arbeit so sooo müüüüüüde. Ich hänge wirklich nur noch auf dem Tisch, kann michnicht mehr längerfristig konzentrieren. Auf Toilette muss ich sowieso immer schon oft. Aber jetzt eben noch ein bisschen öfter. Was mich ziemlich nervt sind die Pickel. Überall. Wo kommen die alle her? Ich sehe schrecklich aus. So und nun zum schlimmsten: die Übelkeit. Morgens, Mittags, Abends. Eigentlich immer. Ständiger Würgreflex, den ich auf Arbeit durch Husten versuche zu verheimlichen. Die Spucke im Mund hat sich verzehnfacht. Davon wird mir auch ständig schlecht. Vor allem abends muss ich mich übergeben, zittere am ganzen Körper und bin froh, wenn ich einfach nur liegen darf. Essen ist in solchen momentan echt schwierig. Einerseits sollte ich regelmäßig und gesund essen. Aber wenn mir so schlecht wird vom essen..

Es gibt auch Momente, da grinse ich einfach in mich hinein, bin glücklich, freue mich.

Ständiges Angstgefühl, dass sich nicht alles so entwickelt, wie es sollte….

Meine Träume sind sehr wirr. Ich träume ständig von Schwangerschaftstest, Reaktionen, Fehlgeburten, Arztbesuchen, Babys – kurzum: meine Gedanken sind von meiner Schwangerschaft ganz eingenommen.

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