Super Tag

Oh mein Tag ging richtig gut weiter.

Ich war gerade dabei meine Schuhe anzuziehen, als der Sohn in den Hausflur ging und die Tür zuschmiss. Das macht er häufiger und ich öffne die im Normalfall wieder und alles ist gut. Ja nur diesmal steckte der Schüssel von Außen und er hat es geschafft uns einzuschließen. Das er die Tür nicht wieder aufbekommt war ja klar. Ich leg direkt auf den Balkon und rief den Nachbarmädels zu, dass sie mal schnell die Tür wieder öffnen sollen. Wenig später waren wir wieder befreit. Puh Glück gehabt ☺.

Gut gelaunt sind wir dann zum etwas weiter entfernten Abenteuer Spielplatz gefahren und waren lange Zeit die einzigen. Es war total schön. Die Sonne strahlte und wir rutschten, fuhren Seilbahn, sammelten einen ganzen Einer voll Kastanien. Mit diesen spielten die Kinder recht lange im Sand und bauten Burgen. Ich konnte sogar ein paar Seiten lesen. Doch dann kam ich auf die tolle Idee mit der Großen so eine Kletterspinne hochzuklettern und dabei habe ich mir einen Hexenschuss geholt. BÄMM. So ein kackmist. Ich versuchte die Blockade durch Übungen die ich kenne zu lösen aber irgendwann habe ich aufgegeben und mich auf einer Bank niedergelassen. Solange ich mich keinen Zentimeter bewegte ging es. Haha. Meinen Mann konnte ich leider nicht erreichen und da saß ich nun. Irgendwann beschloss ich jetzt die Zähne zusammen zu beißen und habe es irgendwie zum Auto geschafft und liege nun mit einem Heizkissen auf der Couch. 

Hoffentlich ist morgen wieder Kindergarten. Den Tag würde ich jetzt auf jeden Fall gerne beenden. 

Auch wenn es schwer fällt.

Gestern schon und heute auch betreue ich meine Kinder zu Hause, weil beinahe das ganze Kindergarten- und Krippenpersonal krank ist.

So schön der heutige Tag ja angefangen hat. Die Kinder haben so friedlich zusammen Duplo gespielt und gemeinsam eine Familie gehabt, denen ein Haus gebaut und alles lief gut – so plötzlich kann sich das alles drehen. Knall auf Fall gibt es einen Geschwisterstreit der sich gewaschen hat. Mit Anschreien, an den Haaren ziehen, treten, und zerstören von Duplobauten und viel Tränen auf allen Seiten. Dann habe ich beschlossen einen wirklich kurzen Spaziergang zum Marktstand schräg gegenüber zu unternehmen und Zutaten für das Mittagessen und frisches Obst einzukaufen. Aber um die Kinder überhaupt aus dem Haus zu kriegen…anziehen ist bei der Großen gerade anscheinend eine aktuelle Foltermethode. Socken, Hose, Pulli, Schuhe?! Alles furchtbar. Haare kämmen ist dann noch der Gipfel. Der Sohn war zwar schnell anzuziehen, dafür setzte er keinen Meter selbständig zurück und ich sehe nicht ein ihn überall hin zu tragen. Also mussten wir und vermutlich alle Nachbarn da durch, dass er um sein Leben geschrien und gebockt hat um ja keinen Meter zu laufen. Beim Gemüsestand angekommen war schlagartig alles gut. Weil da arbeiten ja zwei nette Männer die ihn einmal anlächeln und die Welt ist wieder in Ordnung. auf dem Rückweg ist er so schnell gerannt, dass ich kaum hinterher kam. Dann raubte er noch jede meiner übrig gebliebenen Nerven, während ich versuchte das Essen zu kochen. Das war ihm dann zu heiß und er schrie und schrie und schrie…boah!
Völlig erschöpft und ja ein bisschen weinend saß ich dann im Sessel und sagte „ich kann nicht mehr„. Da stand der kleine süße Sohn auf, streichelte meinen Arm und sagte „Entschuldigung Mama“ und setzte sich wieder. Ich sagte dann „ich hab dich auch lieb.“ und dann sagte seine Schwester was sehr weises: „ich hab ihn auch sehr lieb, auch wenn es manchmal schwer fällt“.

Und nun pack ich mir die zwei und fahre bei dem schönen Wetter zu einem Abenteuerspielplatz weiter weg. Das wird bestimmt schön!

Man ey!

Auch mein Sohn ist nun ein wunderbarer Spiegeln von mir. Ja,  er spricht jetzt und nun wird es auch mit ihm sprachlich richtig lustig.

Gestern im Kindergarten versuchte ich ihm seine Schuhe anzuziehen. Irgendwie bekam ich seinen Fuß aber nicht direkt rein. Da rutschte mir ein „Man ey!“ heraus. Er plapperte es sofort nach. Die Erzieherin lachte und sagte „ein kleiner Papagei?“ und sofort kam „kleiner Papagei“.

Heute Morgen räumte ich die Spülmaschine aus und balancierte das Kindergeschirr zum Schrank und kurz vorher krachte alles runter. Ich sagte diesmal nichts. Aber der Sohn sagte von alleine „Man ey!“. Ich schaute ihn an „sag ich das wirklich so oft?“ und er grinste mich an und rief laut „ja, Mama!“. Tatsächlich, wenige Minuten später stürzte mein fein säuberlich aufgebauter Papiermüllberg in sich zusammen und meine erste Reaktion war „man ey!!“ und ich musste selber lachen.

Das Man ey habe ich mir übrigens erst angewöhnt seit ich Kinder habe😉.

Aber grundsätzlich ist das sprechen eine wunderbare Fähigkeit. Man muss nicht mehr rätseln und Zeichen deuten sondern bekommt einfach ganz klar genannt was man möchte. Juhu!!

Schön finde ich auch, dass er anfängt mir zu erzählen wie seine Freunde heißen, was er im Kindergarten gespielt hat, welches Buch er lesen möchte und so weiter. Das macht Spaß und ich freue mich sehr über diese Entwicklung🙂

Neue Kleider braucht der Herbst!

Die letzten Wochen war ich fleißig an der Nähmaschine und habe einiges für den Herbst genäht. Vor allem Kleider haben den Weg in die Kleiderschränke gefunden.

Meine Große wünschte sich ein richtiges Schwingkleid und schnell wurde ich beim Freebook von Schnabelina fündig und habe das Kapuzenkleidchen genommen und etwas verändert. Die Kapuze habe ich weggelassen und damit sich der Ärmelstoff noch mal wiederholt, habe ich ein kleines Taillenband eingesetzt. Es dreht sich auf jeden Fall wunderbar und die süßen Elfen von Lillestoff (Elfenwelt) haben sie auch direkt verzückt.

Außerdem bekam sie noch eine Emma, ein wunderschöner Schnitt, der so herrlich einfach zu nähen ist. Auch hier habe ich auf einen Lillestoff von susalabim zurückgegriffen (Schwerelos). Ich bin ganz verliebt in die Ballonmädchen.

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Am Strand war das Trägerkleid von Klimperklein schon perfekt und ich liebe die Kombination von dem Graziela Kleeblättern mit den Lillestoff Ringel. Beide sind so farbenfroh und passen super zusammen. Das Herz am Rücken ist übrigens so entstanden: vor dem zusammen nähen lag die Rückseite auf dem Boden und ich überlegte, was ich da noch aufpeppen könnte. Da legte mein Große einfach einen Jersey-Rest als Herz drauf und meinte „schau, das sieht doch schön aus!“. Ob sie in meine Fußstapfen treten wird? Auf jeden Fall ist es schön mit ihr gemeinsam kreativ zu sein.

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Last but not least kam der wunderschöne Herzchen Jacquard von Lillestoff bei mir an und ich wusste sofort, dass wird ein Herbstkleid für mich. Leider hatte ich zu wenig Stoff bestellt und suchte 2 Tage lang nach einem Schnittmuster, welches für 1,5 Meter reicht und bin mit meiner Wahl der Frau Fannie von Schnittreif sehr glücklich. Da ich keine schicken Schuhe finden konnte, habe ich mich für die sportliche Variante entschieden und hatte heute beim ersten richtigen Herbsttag genau das richtige an. Ich liebe es!

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Und da ich zu den anonymen Lillestoffsüchtigen gehöre, verlinke ich meine Werke bei den lilleliebLinks und hoffe auf ein Überraschungspaket🙂

 

Ein Tag mit einem 2 Jährigen

Dieser kleine Frechdachs alias Sohn bringt mich manchmal wirklich an den Rande des Wahnsinns. Der hat es so faustdick hinter den Ohren…neulich schrieb ich auf Twitter, dass ich nun 4 Jahre glaubte, dass meine Erziehung voll super wäre, weil meine Große ein total braves und liebes Kind ist und nun verzweifel ich völlig . Na gut, ganz so schlimm ist es nicht. Aber ich musste lernen, dass er so heftig jede Grenze austestet, gerne auch 10 bis 20 mal und das das gar nichts mit meiner/unserer Erziehung zu tun hat. Ich habe sämtliche Reaktionen die mir einfallen und die für mich okay sind ausprobiert und angewendet. Er tut es trotzdem immer wieder. Mit großer Absicht und viel Freude. Damit ich es nicht vergesse, schreibe ich für später also einfach mal unseren heutigen Tag auf.

Heute Morgen hat es wunderbar geklappt die Kinder in den Kindergarten zu bringen. Am Morgen waren alle gut gelaunt, ließen sich anziehen und als ich zu Hause ankam war ich hoch motiviert die Wohnung zu wischen, das Bad zu putzen, die Wäsche anzustellen und aufzuhängen und die von gestern zu falten und in die Schränke zu räumen, die Spülmaschine auszuräumen, etwas Ordnung zu machen und wenige Seiten  in meinem Buch zu lesen. Mittagessen hatte ich irgendwie versäumt und mir ein bisschen Quark mit Obst zusammengerührt. Im Kindergarten rannte mir Lixi freudestrahlend in den Arm. Er war total glücklich und freute sich, dass ich ihn abholen komme. Dann sind wir in die Kindergartengruppe gelaufen um die große Schwester abzuholen. Die malte gerade ein Bild und flippte völlig aus, als ihr etwas nicht gelang. Ich nahm sie in den Arm und wog sie ein paar Minuten hin und her. Ich fragte die Erzieherin was los ist und bekam zur Antwort, dass sie eine lange Wanderung unternommen haben und ihr anschließend das Mittagessen nicht geschmeckt hat. Okay, übermüdet und unterzuckert. In der Zwischenzeit fegte Lixi durch den Gruppenraum und machte lauter Blödsinn. Ich war froh, dass ich das Auto genommen habe und Rumpelina in dem Zustand nicht heimlaufen lassen musste. Ich wollte mit den beiden zum Ausgang gehen, aber der Sohn zog es vor lieber weg zu rennen und versuchte beim Einfangen sämtliche Spielsachen mitzunehmen und war sehr erbost, als ich ihn nicht mehr mit den Autos habe spielen lassen. Völlig fertig saß die Große auf dem Schuhbänkchen und ich habe ihr ausnahmsweise ihre Sandalen angezogen. Dann versuchte ich den Sohn erneut einzufangen und er haute seine Schwester einfach mal. Bumm öffneten sich erneut alle Schleusen und mein armes Mädchen schrie und heulte. Also so kenne ich sie gar nicht. Endlich hatten beide Kinder Schuhe an und zack fehlte die Kappe vom Sohn. Schnell nochmal zurück in den Gruppenraum. Als ich wiederkam hatte der Sohn das Schuhregal schön leer geräumt. Alles wieder eingeräumt und mit der Großen vor die Türe getreten. Da brauchte ich noch 5 Ermahnungen bis der Sohn auch endlich kam. Ich merkte nun auch, dass die Hitze, das fehlende Mittagessen und der Stress mir etwas auf den Kreislauf schlägt. Also schnell zum Auto. Dort stellte sich Rumpelina so blöd vor die Türe, dass ich sie ihr mit voller Wucht an die Stirn knallte. Sie bekam vor lauter Schmerz nicht mal ein Heulen heraus und rang sichtlich nach Atem. Scheiße. Arme Maus. Ich nahm sie fest in den Arm und wog sie erneut hin und her. Mist. Mist. Mist. Ich überzeugte sie, dass wir schnell heimfahren, damit wir dort kühlen können. Im Auto schrie der Sohn die komplette Zeit wegen der Sonne. Ich trug ihn schreiend die Treppe hoch und setzte ihn ab, zog beiden die Schuhe aus und holte was zum kühlen. Der Sohn schrie nach Trinken und ich versorgte beide mit Getränken. Recht bald erholte sich Rumpelina und zog sich mit ein paar Spielsachen ins Kinderzimmer zurück und wollte ihre Ruhe haben. Mit dem Sohn bin ich ins Wohnzimmer und habe versucht ihn irgendwie zu beschäftigen. Wir hatten auch eine schöne Zeit. Aber sobald ich mich auch nur eine Minute alleine beschäftigen wollte motzte er und forderte meine Aufmerksamkeit. Und ja, ich empfinde es durchaus als anstrengend 1 1/2 Stunden non stop diverse Spiele zu spielen. Da baut man beispielsweise die Briobahn schön auf, nur dass er sie sofort wieder abbaut als ich mich auf die Couch setzte. Seufz. Dann beschloss ich, dass es im Garten vielleicht schöner ist. Da mich morgen eine Freundin mit Kind zum plantschen besuchen kommt wollte ich „schnell“ den Rasen mähen. Unser Grunstück ist aber nicht gerade klein und es war nicht ohne. Vor allem das Anmachen dieses kack Rasenmähers kotzte mich an. Ich habe jetzt ne Zerrung in der Schulter. Aua. Dann wollte ich etwas in de Hängematte liegen und erhoffte mir spielende Kinder. Stattdessen wurde ich vom Sohn in der Hängematte begossen. Danke auch. Dann warf er die Schüssel mit den Nüssen um, ging ständig zum Rasenmäher. Er ärgerte seine Schwester am laufenden Bande, haute sie, setzte sich in so ne doofe Klappliege und haute sich 5 mal den Kopf an, aber nein er musste ja da sitzen. Dann ging er zum Hasenstall, öffnete ihn und drangsalierte das arme Tier mit einem Federballschläger was ich natürlich schnellstmöglich unterbunden habe. Aber trotzdem. vor unserem Urlaub wurde er erst gebissen. Scheint ja keinen langen Eindruck auf ihn gehabt zu haben. Da ich eh nicht liegen konnte, beschloss ich mit dem Kantenschneider noch die Brennnesseln zu entfernen und musste dafür mehrere Kabeltrommeln anschließen. Wie oft ich den Sohn ermahnt und aufgefordert habe seine Finger davon zu lassen?! Ich fegte noch die Terrasse und räumte alles wieder auf als die Große in eine Biene getreten ist und ganz arg weinte. Ich stellte ihr einen Eimer mit kalten Wasser aus der Regentonne hin und sie hielt ihren Fuß hinein. Zum Glück beruhigte sie sich schnell. Der Sohn war der Meinung er hätte jetzt auch Aua am Fuß und stellte sich auch in den Eimer. Der war aber viel zu eng und ich hob ihn 5 mal heraus. Beim 6 mal pinkelte er noch netterweise in den Eimer. Angeekelt zog die Tochter ihren Fuß heraus. Der Sohn schnappte sich zur Krönung einen Becher, schöpfte Wasser und trank das Zeug. Bäh also echt. Ich schüttete den Becher aus. Setzte ihn auf die Wiese, nahm die Große auf den Arm und ging in Richtung Haus. Der Sohn kam schreiend hinterher. Oben angekommen habe ich eine Zwiebel auf den Stich gehalten, die der Sohn mehrfach versucht hat zu klauen, was ihm irgendwann auch gelang. Dann waren meine Nerven echt fertig und ich machte den Kindern eine Folge Conni an. Ruhe. Zeit etwas zu essen zu machen. Na gut, es gab Tiefkühlpizza. Und okay, es waren bestimmt auch 4 Folgen. Aber ich war am Ende meiner Kräfte. Dann kam endlich der Mann und nach dem Essen bin ich duschen gegangen und kroch erst mal ins Bett um meine Ruhe zu haben und etwas Kraft zu sammeln. In der Zwischenzeit pinkelte der Sohn in die Wohnung, räumte 4 Puzzle aus dem Schrank, hat seine Schwester mehrfach gehauen und schrie gefühlt stundenlang nach Appenhapp (Apfelsaft). Dann hatten wir endlich Schlafanzüge an, Zähne geputzt und waren auf dem Weg ins Bett…da war der Sohn der Meinung er müsse die Lampe anfassen, so eine Leselampe. Ja heiß! Er schrie und schrie und schrie. Ich tröstete und erklärte, dass die Lampe heiß ist und machte sie aus. Und so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie er wieder mit seiner Hand dahin gefasst hat. Was will man da noch sagen?! Er war völlig außer sich und bekam keine Luft vor Schreck. Ich musste ihn erst einmal anpusten und es folgte minutenlanges schreien. Ich hielt seine Hand unter kaltes Wasser. Aber man sah nichts. Glück gehabt. Aber der Schreck saß tief.
Aber genau dieses Verhalten ist so typtisch für ihn. eine Verwarnung reicht nicht. Er braucht immer 10 mal die Erfahrung, dass etwas wirklich nein , verboten , heiß oder gefährlich ist.

Und nun wäre ein Schnaps nicht verkehr oder?!

 

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Texelliebe

Wenn ich mich zurück an meine Kindheitsurlaube erinnere fällt mir an erster Stelle TEXEL ein. Dort habe ich am Strand laufen gelernt, später Fahrrad fahren und bin auch das erste Mal geritten. Später fuhr ich mit einer Jugendgruppe alleine nach Texel und bekam dort sogar meinen ersten Kuss.
Wir haben viele Familienurlaube dort verbracht und ich bedaure es sehr, dass meine Mama das Klima dort oben irgendwann nicht mehr so gut vertragen hat und wir fortan lieber im Süden Urlaub machten. Allerdings sind wir auch von NRW nach Bayern gezogen und da ist Italien eben auch näher und wärmer.

Nun war ich ganze 16 Jahre nicht mehr dort und meinem Mann erzählte ich seit vielen Jahren, dass er mit mir unbedingt nach Texel fahren müsse. Wir hatten aber auch viele andere Ziele und solange wir ohne Kinder waren, haben wir uns lieber ein paar Städte angesehen. Nun war es aber soweit: es gab ein Texel Revival – und zwar mit meiner ganzen Familie. Meine Eltern, meine Schwestern mit Partner und meinem Neffen und meine drei. Um es vorneweg zu schicken: der Urlaub war WUNDERSCHÖN. Wir sind in unserer alten Ferienanlage untergekommen, in einem ziemlich schicken Familienhäuschen wo wir alle viel Platz hatten. Es gab sogar eine Sauna. Die Ferienanlage hat sich ziemlich verändert. Es gab einen riesigen Spielplatz der eher an einen Freizeitpark erinnerte. Hüpfekissen, Trampoline, Riesen Rutsche, kleine Motorräder zum fahren, ein Hochseilgarten…nur wenige Sachen habe ich wieder erkannt: den Reiterhof und das Schwimmbad. Am letzten Tag bestand meine Schwester darauf, dass wir gemeinsam die rote Rutsche rutschen – wie früher! Das war ein Spaß. Als wir oben ankamen, las meine Schwester vor, dass die Rutsche 1986 erbaut wurde. Also die gab es also noch😉.

Aber mal der Reihe nach. Wir sind wie immer um kurz nach 4 Uhr morgens losgefahren und hatten zwar viel Regen, kamen aber sehr pünktlich gegen 12 auf Texel an. Mein Herz klopfte ganz arg und ich war wirklich aufgeregt alles wiederzusehen. Wir machten eine kleine Essenspause in Den Burg und begrüßten recht bald den Rest meiner Familie. Ach was war das schön alle da zu haben. Dann bezogen wir endlich unser Häuschen, richteten uns ein, die Kinder erkundeten alles und wir sind bald zum Abendessen ins Nachbardörfchen aufgebrochen. Dort gab es für mich ein sehr leckeres Käsefondue. Anschließend sind wir endlich alle zum Strand gefahren. Dort war es so schön. Die Kinder konnten es gar nicht fassen – diese Weite, dieser riesen Sandkasten. Sie rannten und tobten umher. Meine Große schrie und quietschte. Die Fotos von ihr sind herrlich. Der Kleine hatte wie immer nur Unsinn im Kopf und war schneller in den Dünen verschwunden als du schauen kannst. Dort entdeckte er, wie lustig es ist dort hinunter zu rutschen und auch als er kopfüber im Sand landete gluckste und lachte er. Pures Glück. Das war so schön.
Lixi ist ja ein sehr großes Opa-Kind und war so glücklich, dass er und natürlich auch alle anderen mit dabei waren. Aber am ersten Abend hat er im Bett so lange geschrien, bis ich ihn runter in Opas Arm gelegt habe. Dort kuschelte er sich hin und schlief ganz schnell und selig ein.
Samstag holten wir unsere Fahrräder für die Woche ab und entdeckten das Gelände, gingen an den Strand wo es recht windig war, so konnten wir nur mit den Füßen ins Wasser, bauten eine Burg und ließen die Drachen steigen.

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Am Sonntag machten wir nach dem Frühstück mit meiner Schwester und ihrem Sohn gleich eine kleine Fahrradtour durch die Dünen. Am Nachmittag sind wir dann noch zum Strand gefahren. Dieses Mal nur wir vier. Der Hinweg war noch ganz vielversprechend. Aber dann haben sich die Kinder nur gekloppt, gestritten und wirklich nur Quatsch gemacht. Vor allem der freche Sohn hat mich so lange provoziert, bis mir der Geduldsfaden riss und wir den Ausflug abgebrochen haben und darauf verzichtet haben uns mit meiner Familie zum Abendessen zu treffen. Stattdessen gab es Pfannekuchen zu Hause und wir steckten die Kinder bald ins Bett. Ach vorher meinte der Sohn noch ein paar Vogelbeeren essen zu müssen. Aber ich habe jetzt gelernt, dass die entgegen ihres Rufes gar nicht so giftig sind. Sie können nur zu Durchfall führen wenn man viel davon roh isst. Aber es ging alles gut. Aber da ich mit meinen Nerven echt am Ende war, schenkte meine Familie uns einen Kinderfreien Nachmittag. Vorher sind wir aber noch beim Pony reiten gewesen, was allen drei Kindern viel Spaß gemacht hat. Dann setzten mein Mann und ich uns auf die E-Bikes meiner Eltern. Ja, ich hasse Fahrrad fahren. Vor allem mit Gegenwind und Bergauf. Ich fahre auch nie länger als 15 km und bin dann echt kaputt. Und was soll ich sagen? Ein Traum diese Dinger. Bereits nach 5 km bin ich mit meinem Mann in Verhandlungen getreten, dass wir auch sowas brauchen😉. So konnten wir nämlich eine ziemlich lange Inselrunde machen uns hatten am Ende über 40km geschafft die wunderschön war. Wir schauten uns 2 kleine Städtchen an, haben lecker gegessen – endlich Poffertjes – und fuhren von einer Küstenseite zur anderen um dann durch die Dünen bei sehr starken Gegenwind zurückzufahren. Es war so schön und hat mich sehr erholt. Meine Kinder haben in der Zeit einen Ausflug ins Ecomare unternommen um dort Robben anzusehen. Die hatten sicher auch ihren Spaß.20160814_16120620160815_134234IMG_3217IMG_3233

Dann gab es noch einen Strandtag, ein Besuch auf einem Schafs-Erlebnisbauernhof wo man Lämmer auf den Schoß bekommt und eine Vorführung bekommt, wie Schafe von Hunden zusammen getrieben werden und eines am Ende geschoren wird. Die Kinder interessierten sich aber mehr für die kleinen Traktoren mit den Anhängern. Denn dort lag einfach ein Heuballen herum und die Kinder beluden mit großem Eifer die Anhänger und fuhren herum. Welch ein Spaß. Wir haben noch unser altes Lieblingsrestaurant besucht mit einem gigantischen Spielplatz dabei – überhaupt hatten wir tolle Spielplätze gesehen. Die Große traut sich fast alles ganz alleine und hat im Urlaub gelernt so Stangen und Seile herunterzurutschen und war über glücklich. die Holländer sind auf jeden Fall super kinderfreundlich und es macht richtig Spaß dort essen zu gehen. Wenn man als Vegetarier auch nicht immer so viel Auswahl hat. Aber die Pommes sind lecker😉.

Am Mittwochabend brachten wir die Kinder ganz zeitig ins Bett, düsten erneut mit den e-Bikes los zum Leuchtturm und haben uns in Zweisamkeit den Sonnenuntergang am Meer angesehen. Das war schön, wenn die Wolken aber leider keinen sensationell tollen Blick zuließen. Dafür hatten wir die Chance den Leuchtturm und den Vollmond auf ein Bild zu bekommen. Anschließend sind wir in die heiße Sauna um uns wieder aufzuwärmen.

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Am letzten Abend haben wir auf Empfehlung ein ganz tolles Strandlokal entdeckt, die man dort Paal nennt und hatten endlich mal eine leckere vegetarische Auswahl. Mein Burger war der OBERHAMMER. Den würde ich jederzeit wieder essen. Besonders der Ausblick auf das Meer, die Dünen und die langsam untergehende Sonne war atemberaubend. Ich war durchströmt vor Glück und konnte gar nicht aufhören Fotos zu machen. Auch von den Kindern sind so schöne Fotos dabei. Und so kamen wir auch noch zu unserem schönen Sonnenuntergang-Foto🙂.

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Die Woche ging viel zu schnell vorbei! Wir hatten wirklich schönes Wetter und haben so viele tolle Sachen erlebt. Es war der erste Urlaub, an dem ich nicht nach Hause wollte. Ich stand mit Tränen in den Augen auf der Fähre und blickte sehnsüchtig nach Texel, das immer kleiner wurde. Wir kommen wieder, versprochen! Denn meine Kinder haben sich auch sofort verliebt und meine Große fragt schon ständig, ob wir da mal wieder hinfahren.20160819_092446